Sie sind hier: Home > Regional >

Fränkische Winzer suchen nach Strategien im Kampf ums Wasser

Volkach  

Fränkische Winzer suchen nach Strategien im Kampf ums Wasser

30.07.2018, 06:35 Uhr | dpa

Fränkische Winzer suchen nach Strategien im Kampf ums Wasser. Wasser tropft aus einem Bewässerungsschlauch

Wasser tropft in einem Weinberg aus einem Bewässerungsschlauch auf die Rebstöcke. Foto: Karl-Josef Hildenbrand (Quelle: dpa)

Franken gilt als das trockenste Weinanbaugebiet Deutschlands. Die Winzer in Nordbayern suchen deshalb bereits seit Jahren nach Strategien, damit ihre Rebstöcke auch bei wochenlangen Höchsttemperaturen und ohne Regen zurecht kommen.

In Volkach am Main (Landkreis Kitzingen) ist beispielsweise 2010 ein Bewässerungsmanagement-System installiert worden, das sie völlig unabhängig vom Sommerwetter, dem Main und den Trinkwasserbrunnen macht. Für das Pilotprojekt haben sich 45 Winzer der Region und der lokale Wasserversorger zusammengeschlossen.

Die Fernwasserversorgung Franken hat die Kosten der in einem Trinkwasserschutzgebiet liegenden Anlage übernommen, die nun sämtliches Regen- und Schmelzwasser aus den Weinbergen abfängt, in Speicherbecken sammelt und im Sommer wieder an die Reben tropfen lässt. 3,4 Millionen Euro wurden investiert. Das Trinkwasser ist seitdem weniger stark durch Schadstoffe verunreinigt. Zudem kommt weniger Dreck in die Anlagen, weil sich die Winzer im Gegenzug verpflichtet haben, ihre Weinberge dauerhaft zu begrünen. Üblicherweise werden Pflanzen zwischen den Reihen entfernt, sie sind bei Trockenheit Konkurrenz um Wasser. Das führt allerdings eher zu Erosion bei Starkregen.

Mittlerweile liegen die schwarzen Schläuche zur Bewässerung der Reben in etwa einem Sechstel aller bayerischen Weinberge. Viele davon schöpfen die Reserven dafür im Winter aus dem Main. Mit Blick auf den Klimawandel müssten mittelfristig jedoch die gesamten 6000 Hektar künstlich bewässert werden, um die Produktivität erhalten zu können, heißt es bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg). Der Fränkische Weinbauverband hofft deshalb auf mehr Geld vom Freistaat. Schon jetzt stehen dem Landwirtschaftsministerium zufolge jährlich etwa 700 000 Euro für den Ausbau der Bewässerung in den bayerischen Weinbergen zur Verfügung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal