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Streit um Kopfnoten kocht wieder hoch

Schwerin  

Streit um Kopfnoten kocht wieder hoch

01.08.2018, 15:04 Uhr | dpa

Streit um Kopfnoten kocht wieder hoch. Ein Zeugnis mit Kopfnoten

Ein Lehrer schreibt Kopfnoten ins Zeugnis. Foto: Roland Weihrauch/Archiv (Quelle: dpa)

Mitten in den Sommerferien streiten CDU und Linke in Mecklenburg-Vorpommern über Sinn und Aussage von Kopfnoten in den Zeugnissen der Schüler. Zensuren für das Arbeits- und Sozialverhalten seien nicht zeitgemäß. "Es gibt keinen objektiven Maßstab für eine Kopfnote", begründete die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, am Mittwoch in Schwerin ihre Ablehnung. Kopfnoten berücksichtigten zudem nicht, dass sich Schüler noch entwickeln. "Es bedarf der Kopfnoten nicht. Sie sind Schnee von gestern", betonte die Oppositionspolitikern. Viele andere Bundesländer hätten sie daher zu Recht von den Zeugnissen verbannt.

Die Regierungsfraktion CDU, auf deren intensives Betreiben hin Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 zur Notenvergabe für Sozialverhalten zurückgekehrt war, verteidigte dagegen die aktuelle Praxis. "Schulnoten sind ein System, das vereinfacht und damit zur Vergleichbarkeit beiträgt. Es liegt im Wesen von Kategorisierungen, Skalen und Benotungen, dass sie eine Realität nie vollständig abbilden", erklärte der CDU-Bildungsexperte Marc Reinhardt. Die CDU-Fraktion bleibe daher bei der Auffassung, dass Zeugnisse mehr über einen Schüler aussagen müssen, als nur über einen schulischen Leistungsstand. "In diesem Sinne haben sich Kopfnoten bewährt."

Oldenburg sprach sich dafür aus, Schülerbeurteilungen nach dem Vorbild von Arbeitszeugnisse mit codierten Aussagen zu erstellen. Kopfnoten sollten durch die Pflicht zu einen halbjährlichen Gespräch des Klassenleiters mit den Eltern im Beisein der Schüler ersetzt werden. Danach sollten Zielvereinbarungen geschlossen werden. An diesem individuellen Leitfaden könnten sich die Schüler dann im Laufe des Schuljahres messen. "Das ist motivierender als jede nichtssagende Kopfnote", erklärte Oldenburg. Reinhardt äußerte erhebliche Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Vorschläge.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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