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Mutter eines Winnenden-Opfers gegen Handyverbot an Schulen

Stuttgart  

Mutter eines Winnenden-Opfers gegen Handyverbot an Schulen

01.08.2018, 18:56 Uhr | dpa

Mutter eines Winnenden-Opfers gegen Handyverbot an Schulen. Handy im Unterricht

Ein Schüler hält im Unterricht ein Handy in den Händen, fotografiert in einer Berliner Schule. Foto: Jens Kalaene/Archiv (Quelle: dpa)

Die Leiterin der Stiftung gegen Gewalt an Schulen, Gisela Mayer, hält ein Handyverbot an Schulen wie in Frankreich für überflüssig. "Am Tag des Amoklaufs (von Winnenden) haben Handys das Leben vieler junger Menschen gerettet", sagte sie der "Eßlinger Zeitung" (Donnerstag). Nur durch den Umstand, dass Schüler an diesem Tag sofort Notrufe hätten absetzen können, hätten noch mehr Tote verhindert werden können.

Am 11. März 2009 war ein ehemaliger Schüler in die Albertville-Realschule der Kleinstadt im Rems-Murr-Kreis eingedrungen und hatte mit der Pistole seines Vaters acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen ermordet. Auf seiner Flucht erschoss der 17-Jährige drei weitere Menschen und schließlich sich selbst. Auch Mayers Tochter kam um, die an der Schule als Referendarin arbeitete.

"Der Täter von Winnenden ist in die Schule mit 200 Schuss Munition gelaufen. Man kann sich ausmalen, was passiert wäre, wenn die Polizei erst später erschienen wäre", sagte Mayer dem Blatt. Sie kritisierte, dass der Sicherheitsaspekt in der Debatte um Handyverbote bislang keine Rolle spiele. Die Gefahr von Amokläufen sei an den Schulen nicht mehr so präsent wie noch vor einigen Jahren.

Auch Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will die Schule nicht zur absoluten Tabuzone für Handys erklären. "Handys sind Teil unseres Lebens. Und es gibt ja bei Eltern durchaus das berechtigte Interesse, ihre Kinder vor und nach dem Unterricht zu erreichen."

Das französische Parlament hatte am Montag ein erweitertes Handyverbot in Schulen beschlossen. Das Gesetz verbietet grundsätzlich die Nutzung von Mobiltelefonen in allen Vor- und Grundschulen sowie in der Sekundarstufe I.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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