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Philologenverband befürchtet Abordnungswelle

Hannover  

Philologenverband befürchtet Abordnungswelle

04.08.2018, 10:38 Uhr | dpa

Philologenverband befürchtet Abordnungswelle. Leeres Klassenzimmer

Ein leeres Klassenzimmer. Foto: Bodo Schackow/Archiv (Quelle: dpa)

Der Vorsitzende des niedersächsischen Philologenverbandes, Horst Audritz, befürchtet eine neue Abordnungswelle zum neuen Schuljahr. "Unsere Rückmeldung aus den Schulen ist: Es wird keine Beruhigung eintreten", sagte der Gymnasiallehrer aus Wolfenbüttel der Deutschen Presse-Agentur. Das Kultusministerium wollte zur Zahl der Abordnungen noch nichts sagen und verwies auf die Pressekonferenz zum Ferienende am kommenden Mittwoch (8. August).

Am 2. August waren 1850 von 2000 ausgeschriebenen Lehrerstellen besetzt. Das Einstellungsverfahren läuft noch bis Ende August. Nach Informationen der Verbände werden im neuen Schuljahr zahlreiche Gymnasiallehrer nicht mehr an Grundschulen, sondern an Haupt-, Real- und Oberschulen abgeordnet. Diese müssen dann Pädagogen an die Grundschulen abgeben.

Der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, glaubt, dass auch im neuen Schuljahr mindestens jede zehnte Schulstunde ausfallen wird. Um die Situation zumindest nicht weiter zu verschlechtern, hätten alle 2000 ausgeschriebenen Stellen besetzt werden müssen, sagte Försterling.

Die Neueinstellungen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Lehrkräftemangel an Grundschulen und an den Gesamt-, Haupt- und Realschulen nach wie vor besteht, betonte auch Julia Hamburg, die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte nach Amtsantritt gesagt, er wolle die "Abordnungskarawanen" stoppen. Für das beginnende Schuljahr wurden zuletzt Abordnungen im Umfang von 23 310 Unterrichtsstunden verfügt. Die Zahlen stammen vom 28. Juni.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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