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Thüringens bester Schäfer kommt aus Jena: Mehr Dürrehilfe

Hohenfelden  

Thüringens bester Schäfer kommt aus Jena: Mehr Dürrehilfe

04.08.2018, 14:45 Uhr | dpa

Ein Ostthüringer ist der beste Schäfer des Landes. Klaus-Dieter Knoll aus dem Jenaer Ortsteil Ziegenhain verteidigte den vor einem Jahr errungenen Titel am Samstag in Hohenfelden im Weimarer Land. Dem 67-Jährigen gelang es nach Meinung der Jury am besten, mit seinen beiden Altdeutschen Hütehunden eine fremde Herde mit 350 Schafen aus einem Pferch zu treiben und durch das Gelände mit Hindernissen zu dirigieren.

Knoll ließ bei dem Wettbewerb drei weitere Bewerber hinter sich und vertritt Thüringen nun Ende September bei der Bundesmeisterschaft in Baden-Württemberg. Als Titelverteidiger bei dem Bundeswettbewerb dabei sei mit Herbert Kind aus Königsee ein zweiter Thüringer, sagte ein Vertreter des Schafzüchterverbands.

Nach Angaben von Geschäftsstellenleiter Christoph-Johannes Ingelmann gibt es in Thüringen derzeit nur noch etwa 180 Betriebe, die zwischen 100 und mehr als 1000 Schafen halten. Am häufigsten gehalten werde das Merinolandschaf; verbreitet sei auch das Rhönschaf.

Ingelmann plädierte wegen der anhaltenden Trockenheit für zusätzliche Dürrehilfen für die Halter von Weidetieren. Die vom Land genehmigte Futtergewinnung auf Brachflächen sowie ökologischen Vorrangflächen reichten nicht aus, sagte er am Rand des Schäfertags. "Die Tiere brauchen auch im Herbst noch Weiden." Der Verbandsvertreter sprach sich für eine Ergänzung durch finanzielle Hilfe aus, die es den Tierhaltern ermögliche, zusätzliches Futter zu kaufen. Betriebe in von der Trockenheit besonders betroffenen Regionen hofften auf eine unbürokratische Regelung durch Land und Bund.

Die Schäfer ringen seit Jahren um ihre berufliche Existenz und Nachfolger für den traditionsreichen Beruf. Weil sich die Schafhaltung kaum noch rechnet, hat sich der Bestand im Freistaat nach Angaben des Landesverbands seit 2004 auf nun etwa 120 000 Tiere halbiert. Etwa 95 000 davon sind nach Zahlen des Statistischen Landesamts Mutterschafe.

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) will zur Stabilisierung der Bestände, die auch für die Landschaftspflege wichtig sind, die Haltung von Mutterschafen von 2019 an mit 25 Euro pro Tier und Jahr unterstützten.

Es sei gut, dass das Umweltministerium den Handlungsbedarf erkannt habe, um die Schafbestände zu stabilisieren, sagte Ingelmann. Er hoffe auf eine Signalwirkung dieser Entscheidung in Richtung Agrarministerium. Die Mutterschafprämie allein werde die größeren Schafhalter nicht retten, weil sie nach seinen Angaben durch die Vergaberegeln auf etwa 5000 Euro pro Betrieb begrenzt ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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