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Angeklagter im Abu Walaa-Prozess lässt Zeugen einschüchtern

Celle  

Angeklagter im Abu Walaa-Prozess lässt Zeugen einschüchtern

07.08.2018, 13:16 Uhr | dpa

Angeklagter im Abu Walaa-Prozess lässt Zeugen einschüchtern. Prozess gegen Abu Walaa

Polizeibeamte sichern einen Eingang des Oberlandesgerichts während des Prozesses gegen Abu Walaa. Foto: Holger Hollemann (Quelle: dpa)

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Walaa, hat ein Mitangeklagter aus der Haft heraus versucht, Zeugen massiv einschüchtern zu lassen. Unter anderem sei auf das Haus der Schwester eines Zeugen in Duisburg vor kurzem geschossen worden, sagte eine Beamtin des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Celle. Einem weiteren Zeugen sei über Mittelsmänner klar gemacht worden, im Sinne des Mitangeklagten auszusagen.

Übermittelt wurden die handschriftlichen Aufforderungen nach Angaben der LKA-Beamtin vom Anwalt des ebenfalls in Düsseldorf inhaftierten Ex-Präsidenten der Rockergruppe Satudarah und nach dessen Entlassung von ihm selbst. Statt wie vereinbart an islamistische Strippenzieher übergaben der Anwalt und der Ex-Rockerboss die Schreiben an das LKA. Die Kriminalbehörde bestätigte damit vor Gericht erstmals einen Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" vom Wochenende.

In den Schreiben, die nach einer Handschriftenanalyse des LKA mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem mitangeklagten türkischen Reisebüroinhaber stammen, wird zu "Operationen" gegen Zeugen aufgerufen. Ein als Zeuge vorgesehener Bewährungshelfer habe im zeitlichen Zusammenhang mit den Drohungen seine Aussage offenbar zurückgezogen. Auch Verantwortliche von Moscheegemeinden soll der Mitangeklagte, dem die Anklage das Radikalisieren junger Leute im Hinterzimmer seines Reisebüros vorwirft, angeschrieben haben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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