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Kathedrale: Streit vor Umbaubeginn

Berlin  

Kathedrale: Streit vor Umbaubeginn

14.08.2018, 14:37 Uhr | dpa

Kathedrale: Streit vor Umbaubeginn. Innenraum der St. Hedwigs-Kathedrale

Ansicht des Innenraums und Blick auf den Altar sowie die Unterkirche der St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin. Foto: Gregor Fischer/Archiv (Quelle: dpa)

Kurz vor Beginn des Umbaus hält der Streit um die Berliner Hedwigskathedrale an. Vor dem letzten Gottesdienst von Erzbischof Heiner Koch am Mittwoch (18.00 Uhr) in der katholischen Hauptkirche Berlins stehen sich Befürworter und Gegner weiter gegenüber. Die Initiative hedwig21.berlin, die die Neugestaltung im Inneren der Kathedrale mit dem prägnanten Kuppeldach unterstützt, erklärte am Dienstag, nach vielen Gesprächen sei es nun an der Zeit, mit der Umgestaltung zu beginnen.

"Die Umgestaltung wird dem Innenraum der Sankt Hedwigs-Kathedrale eine Form geben, die den liturgischen Bedürfnissen der Menschen des 21. Jahrhunderts entspricht", erklärte Christoph Lehmann, der 2009 die Initiative Pro Reli für Religionsunterricht an Berliner Schulen angeführt hatte. Damit werde die Kathedrale zu einem Ort, an dem Tradition und Moderne miteinander verknüpft sind.

Unter dem Motto "Kreuz zeigen!" ruft dagegen die Bürgerinitiative Freunde der St. Hedwigs-Kathedrale ebenfalls für diesen Mittwoch zu einer Demonstration auf dem Bebelplatz auf.

Nach der "unverständlichen Ausnahmegenehmigung" zum "Radikalumbau" drohe die Zerstörung eines historischen Denkmals. Die Neugestaltung müsse mit allen Kräften und juristischen Mitteln verhindert werden, erklärte die Bürgerinitiative.

Der Umbau der Kathedrale soll im September beginnen und voraussichtlich bis 2023 dauern. Die Gottesdienste werden in die Kirche St. Joseph in Berlin-Wedding verlegt. Nach den Plänen soll unter anderem die Öffnung vom Innenraum in die Krypta, ein besonderes Merkmal der Kirche, geschlossen werden. Kritiker warnen vor einem "großen Verlust". Der Architekt Hans Schwippert (1899-1973) habe ein gesamtdeutsches Denkmal geschaffen.

Die Umbau- und Sanierungskosten werden auf rund 60 Millionen Euro beziffert. Davon sollen 20 Millionen Euro vom Erzbistum kommen, weitere 20 Millionen Euro von allen 27 deutschen Diözesen. Zwölf Millionen Euro stehen vom Bund und acht Millionen Euro vom Land Berlin in Aussicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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