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Riedberger Horn: Naturschützer kritisieren Speicherbecken

Bolsterlang  

Riedberger Horn: Naturschützer kritisieren Speicherbecken

16.08.2018, 15:19 Uhr | dpa

Riedberger Horn: Naturschützer kritisieren Speicherbecken. Riedberger Horn

Wintersportler fahren in einem Schlepplift im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv (Quelle: dpa)

Naturschützer haben den geplanten Bau eines Speicherbeckens für die Kunstschneeproduktion im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn im Allgäu kritisiert. Das Becken solle in einem sensiblen Moorgebiet entstehen und werde massive Auswirkungen auf schützenswerte Lebensräume und Arten wie das Birkhuhn haben, teilten der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutz (BN) am Donnerstag mit. Die Verbände zeigten sich enttäuscht über das Vorgehen der Behörde, weil man derzeit eigentlich gemeinsam nach einer Kompromisslösung für die Region suche.

"Auch die angekündigte Förderung des naturverträglichen Tourismus durch die Staatsregierung mit einer Summe von 20 Millionen Euro wird so ad absurdum geführt", hieß es. Dies hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zugesagt, nachdem er Anfang April die umstrittene Skischaukel am Riedberger Horn vorläufig auf Eis gelegt hatte.

Das Landratsamt Oberallgäu genehmigte den Bau des Beckens nach Angaben eines Sprechers Ende vergangener Woche. BN-Chef Richard Mergner sagte, der Ausbau sei nicht vereinbar mit den Versprechungen eines naturnahen Öko-Tourismus. "Wir sind entsetzt, dass die Genehmigung sogar mit einem Sofortvollzug erteilt wurde und noch im August mit ersten Maßnahmen zu rechnen ist." LBV-Chef Norbert Schäffer kündigte Klagen an.

Laut einem Schreiben an die Verbände wünscht sich Landrat Anton Klotz eine gemeinsame Kompromisslösung beim Ausbau des Skigebiets. Die Entscheidung für das Speicherbecken sei ihm "auf Grund der mit dem Bau verbundenen Eingriffe nicht leicht gefallen", schreibt Klotz. Doch weil ein sogenannter Schneiteich fehle, habe der Pistenbetrieb in zwei der vergangenen drei Weihnachtsferien ruhen müssen. Ein solcher Zustand zerstöre schnell eine "touristische Kernkompetenz".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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