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Nach Pokal-Aus: Dynamo Dresden noch mit vielen Baustellen

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Nach Pokal-Aus: Dynamo Dresden noch mit vielen Baustellen

19.08.2018, 10:42 Uhr | dpa

Nach Pokal-Aus: Dynamo Dresden noch mit vielen Baustellen. SV Rödinghausen - SG Dynamo Dresden

Torschütze Linus Meyer (l) aus Rödinghausen trifft zum 1:1 gegen Torwart Markus Schubert (M) und Brian Hamalainen (r) aus Dresden. Foto: Friso Gentsch (Quelle: dpa)

Quo vadis Dynamo Dresden? Nach dem blamablen Pokal-Aus des Fußball-Zweitligisten beim Viertligisten SV Rödinghausen sollten bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen. "Wir müssen sehen, dass wir uns jetzt sammeln, die Niederlage aufarbeiten und dann eine Reaktion zeigen. Das ist ganz wichtig", erklärte Cheftrainer Uwe Neuhaus nach der unnötigen 2:3-Pleite.

Und das ist zwingend notwendig, denn die zweite Niederlage im dritten Pflichtspiel der Saison legte schonungslos offen, woran es den Sachsen mangelt. Will man den letzten Rest Vertrauen seiner Anhänger nicht auch noch verspielen, ist in den folgenden zwei Heimspielen gegen den FC Heidenheim und den Hamburger SV Wiedergutmachung gefragt. Doch dafür gibt es noch viel zu tun:

FEHLENDE GRUNDORDNUNG

Das während der Vorbereitung eifrig einstudierte 3-4-3-System greift noch nicht. In Verbindung mit dem bewährten 4-3-3 soll die Neuhaus-Elf flexibler und dadurch weniger ausrechenbar agieren. Gegen Rödinghausen hatte es der Dynamo-Coach seinem Team selbst überlassen, wann es zwischen den Systemen wechselt. Nur haben die Veränderungen "nicht jeden Spieler erreicht, so dass er nicht seine neue Position finden konnte", bemängelte der 58-jährige und machte zudem ein Kommunikationsproblem aus: "Wir haben schon einige Maßnahmen treffen wollen, die wir nicht eingehalten haben. Ob das jetzt ein Missverständnis war oder ob ich eine andere Sprache gesprochen habe, das werden wir zusammen mit der Mannschaft analysieren."

FEHLENDE DURCHSCHLAGSKRAFT

Zwar war Dynamo gegen den Viertligisten zweimal erfolgreich, dennoch hapert es im Spiel nach vorn. Oft fehlt es an Ideen, Außenverteidiger Niklas Kreuzer bemängelte das fehlende Risiko. Zu oft sei der sichere Pass gewählt worden. Kommt die Neuhaus-Elf doch einmal ins gefährliche Drittel, werden Chancen zu einfach vergeben. Es fehlt ein echter Knipser, Mittelstürmer Lucas Röser blieb am Samstag wie auch schon eine Woche zuvor blass. Seine einzige Chance vergab der 24-Jährige zu einfach - aus vier Metern Torentfernung.

FEHLENDE LEIDENSCHAFT

Schaut man in die sozialen Netzwerke, dann vermisst der Dynamo-Anhang vor allem eines: Die Leidenschaft. Auch einige Profis sahen das am Samstag ähnlich. "Da muss man auch an die Ehre appellieren, wenn man hier in Lotte gegen einen Viertligisten spielt", ärgerte sich Kreuzer. "Gerade gegen unterklassige Mannschaften ist das eine reine Frage der Mentalität und der Einstellung. Anscheinend hat nicht jeder gegeben, was er kann. Wir brauchen eine hundertprozentige Leistungssteigerung", erklärte Ersatz-Kapitän Patrick Ebert.

ZU VIELE INDIVIDUELLE FEHLER

Vor allem im Defensivbereich leisten sich die Dynamo-Profis zu einfache Fehler. Gegen den Regionalligisten waren alle drei Gegentreffer die Folge unzulänglicher Klärungsversuche oder von Stellungsfehlern bei Standardsituationen. "Da müssen wir dran arbeiten", sagt Neuhaus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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