Sie sind hier: Home > Regional >

Mesale Tolu noch in Türkei: Kritik an Inhaftierung

Konflikte  

Mesale Tolu noch in Türkei: Kritik an Inhaftierung

21.08.2018, 12:13 Uhr | dpa

Mesale Tolu noch in Türkei: Kritik an Inhaftierung. Mesale Tolu

Die ehemals in der Türkei inhaftierte Deutsche Mesale Tolu. Foto: Linda Say/Archiv (Quelle: dpa)

Nach der Aufhebung ihrer Ausreisesperre hat die in der Türkei unter Terrorvorwürfen angeklagte deutsche Journalistin Mesale Tolu mangelnde Pressefreiheit im Land beklagt. Noch immer seien mehr als hundert ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Türkei inhaftiert, "weil sie ihren Job getan haben", schrieb Tolu am Montagabend auf Twitter. "Solange die Journalist*innen eingesperrt sind, kann man nicht von einer Verbesserung hinsichtlich der Presse- und Meinungsfreiheit sprechen."

Trotz der Aufhebung ihrer Ausreisesperre sei sie noch immer in der Türkei, schrieb Tolu. Nach Angaben ihres Solidaritätskreises ist die Ausreise der 33-Jährigen für den kommenden Sonntag geplant.

Tolu, die für die linke Nachrichtenagentur Etha arbeitete, war im Frühjahr 2017 wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verhaftet worden. Sie saß mehr als sieben Monate in Istanbul in Untersuchungshaft und kam erst am 18. Dezember mit der Auflage frei, das Land nicht verlassen zu dürfen. Wie am Montag bekannt wurde, darf Tolu das Land nun verlassen, der Prozess gegen sie wird aber fortgeführt.

Es gibt unterschiedliche Angaben zur Zahl der in der Türkei inhaftierten Journalisten. Die Nichtregierungsorganisation P24 zählt mehr als 180 inhaftierte Journalisten und Mitarbeiter von Medien, die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) listet 30 Journalisten in Haft auf. Weitere Inhaftierungen im Zusammenhang mit einer journalistischen Tätigkeit seien jedoch wahrscheinlich, heißt es bei ROG.

Nach offiziellen Angaben sind in der Türkei zudem mindestens sieben deutsche Staatsbürger "aus politischen Gründen" im Gefängnis.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal