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Nach tödlicher Schlägerei in Passau Anklage erhoben

Passau  

Nach tödlicher Schlägerei in Passau Anklage erhoben

22.08.2018, 11:42 Uhr | dpa

Nach tödlicher Schlägerei in Passau Anklage erhoben. Richterhammer

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Vier Monate nach einer Schlägerei in Passau, bei der ein 15-Jähriger getötet wurde, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben. Die Anklageschrift sei an das Landgericht Passau übergeben worden, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch. Das Landgericht muss nun entscheiden, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird.

Beschuldigte sind zwei zur Tatzeit erwachsene junge Männer sowie vier Jugendliche. Für letztere würde damit im Falle einer Verurteilung das Jugendstrafrecht angewendet. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Bei der Tat im April dieses Jahres war der 15-Jährige nach Faustschlägen gegen Kopf und Oberkörper an seinem eigenen Blut erstickt.

Die Tat im April hatte weit über Passau hinaus für Aufsehen gesorgt. Das Opfer, der 15-Jährige Maurice K., sowie ein weiterer 15-Jähriger hatten sich über das Internet an einer Unterführung in Passau verabredet, um einen Streit auszutragen. Die zunächst verbale Auseinandersetzung eskalierte allerdings, es kam erst zu Ohrfeigen und dann zu einer handfesten Schlägerei, in die sich nach und nach weitere Anwesende einmischten.

Der 15-Jährige ging schließlich zu Boden, er hatte Faustschläge gegen den Kopf und den Oberkörper erlitten und war in den Schwitzkasten genommen worden. Der Schüler starb schließlich durch Einatmen seines eigenen Blutes. Unklar blieb, weshalb sich die Jugendlichen stritten. Ebenfalls offen blieb die Frage, wer von den Tatverdächtigen den möglicherweise tödlichen Schlag ausführte.

Maurice K. stammte aus einem Ort im Passauer Umland und besuchte ein Berufsbildungszentrum. Seine Mutter war bei der Schlägerei zufällig in der Nähe und kam gerade hinzu, als der Notarzt ihren Sohn reanimierte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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