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Sozialgericht: Kampf um Rente von Ghetto-Überlebenden

Berlin  

Sozialgericht: Kampf um Rente von Ghetto-Überlebenden

26.08.2018, 09:46 Uhr | dpa

Sozialgericht: Kampf um Rente von Ghetto-Überlebenden. Stapel mit Akten

Stapel mit Akten liegen am in der Posteingangsstelle des Sozialgerichts in Berlin. Foto: Stephanie Pilick/Archiv (Quelle: dpa)

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur geht es am Berliner Sozialgericht noch um das Schicksal verfolgter Juden. An Deutschlands größtem Sozialgericht kämpfen in rund 20 Fällen Überlebende, die in Ghettos gearbeitet haben, oder deren Angehörige um Renten. Es sei sehr schwierig, nach so langer Zeit Ansprüche nachzuweisen, sagte der Sprecher des Gerichts, Marcus Howe, der Deutschen Presse-Agentur. "Es sind die letzten Fälle."

Das seit 2002 gültige Gesetz zu den sogenannten Ghetto-Renten habe zum Teil falsche Erwartungen geweckt. Es sei schwer zu vermitteln, dass für Rentenansprüche laut Gesetz eine Beschäftigung aus eigenem Entschluss und gegen Entgelt in einem Ghetto glaubhaft gemacht werden müsse, obwohl die Betroffenen diese Tätigkeit als Zwangsarbeit empfunden hätten. Kläger seien enttäuscht über abgewiesene Klagen, so Howe. Betroffenen gehe es meist nicht zuerst um eine ohnehin geringe Rente, sondern um die Würdigung ihres Schicksals.

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung internierten die Nationalsozialisten in Ghettos in eroberten Gebieten die jüdische Bevölkerung. Ghettos waren demnach Durchgangsstationen in deutsche Vernichtungslager, Arbeitskräftereservoir und Produktionsstätten für die Rüstung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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