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Zoll braucht zahlreiche neue Mitarbeiter wegen Brexit-Folgen

Hannover  

Zoll braucht zahlreiche neue Mitarbeiter wegen Brexit-Folgen

28.08.2018, 01:42 Uhr | dpa

Zoll braucht zahlreiche neue Mitarbeiter wegen Brexit-Folgen. JadeWeserPort

Krane stehen am Kai im JadeWeserPort in Wilhelmshaven (Niedersachsen) hinter Containern. Foto: Carmen Jaspersen/Archiv (Quelle: dpa)

Die durch den Brexit veränderten Arbeitsbedingungen erfordern beim deutschen Zoll die Einstellung von mindestens 900 weiteren Mitarbeitern. Noch unklar sei dabei, wieviele davon in den niedersächsischen Seehäfen nötig seien, sagte am Dienstag Uwe Jacob vom Wirtschaftsministerium in Hannover. "Unsere Sorge ist, dass wir dann zu wenige Zollbeamte für die Abfertigung haben", sagte der Landtagsabgeordnete Uwe Santjer (SPD) im Wirtschafts-Unterausschuss Häfen und Schifffahrt. Staus etwa beim Autoumschlag in den Häfen müssten unbedingt vermieden werden.

Jacob betonte, es sei bisher völlig unklar, was konkret nach dem britischen EU-Ausstieg auf den Zoll zukomme. Im Oktober müsste das Austrittsabkommen unterschriftsreif sein, um dann noch rechtzeitig von den EU-Gremien ratifiziert werden zu können. Andernfalls gebe es einen Austritt ohne Abkommen. Am 30. Oktober soll daher die weitere Entwicklung im niedersächsischen Hafen-Ausschuss beleuchtet werden.

Da die genauen Bestimmungen des Abkommens noch unklar sind, sehen die Vorbereitungen des Zolls verschiedene Szenarien für ein Folgeabkommen für die Zeit nach dem Austritt aus der EU vor. Gibt es gar kein Abkommen, würde Großbritannien von den EU-Zollbehörden wie ein Drittstaat behandelt. Das würde Kontrollen für praktisch alle Güter bedeuten, die die EU und Großbritannien austauschen.

"Es gibt schon Schulungen, da werden wir auch auf den harten Brexit vorbereitet", sagte der Landesvorsitzende der Zoll-Gewerkschaft BDZ, Olaf Wietschorke. "Wir rechnen allein in Hannover mit wöchentlich 7000 Paketen, die es mehr zu kontrollieren gilt", berichtete er.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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