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Eine Woche nach Dacheinsturz: Hinweise auf zu wenige Stützen

Wustrow  

Eine Woche nach Dacheinsturz: Hinweise auf zu wenige Stützen

28.08.2018, 08:33 Uhr | dpa

Ursache eines Dacheinsturzes an der Ex-Seefahrtsschule Wustrow (Kreis Vorpommern-Rügen) vor einer Woche sind vermutlich nicht exakt befolgte Abrisssicherungsmaßnahmen. Das haben Ermittlungen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) ergeben, wie ein Sprecher am Dienstag in Rostock der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Es bestehe der Verdacht, dass der Betondachstuhl nicht mit der vorgeschriebenen Anzahl an Stützen gesichert gewesen war.

Nach Beginn der Abrissarbeiten war am 21. August kurz nach Feierabend ein 20 Meter langes Dachstück mit großem Knall abgestürzt. Verletzt wurde durch Zufall niemand. Es gab aber eine größere Suchaktion nach Verschütteten.

Die 1846 eröffnete Seefahrtsschule gilt als Wahrzeichen des Ostseebades. Sie wurde nach 1990 geschlossen, stand jahrelang leer und wird derzeit für 20 Millionen Euro zu Ferienappartements umgebaut. Ein Investor will 124 Wohnungen in vier Häusern schaffen. Dazu sollte das Ziegeldach des Haupthauses mit seltenem Betondachstuhl aus DDR-Zeiten abgerissen und erneuert werden.

Nach Angaben des Investors waren 40 Meter Dachstuhl schon abgebaut, als der Einsturz passierte. Das Landesamt hat den Baustopp nun teilweise aufgehoben, damit der Einsturzschutt geräumt werden kann. Danach sollen Experten die Geschossdecken auf Stabilität kontrollieren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Baugefährdung. Bei einem ähnlichen Unglück in Goldberg waren 2004 fünf Arbeiter beim Umbau einer Schule ums Leben gekommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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