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Ertragsdruck plagt Sparkassen: Kreditgeschäft legt zu

Hannover  

Ertragsdruck plagt Sparkassen: Kreditgeschäft legt zu

29.08.2018, 07:46 Uhr | dpa

Ertragsdruck plagt Sparkassen: Kreditgeschäft legt zu. Thomas Mang

Der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Thomas Mang posiert für ein Portrait. Foto: Ole Spata/Archiv (Quelle: dpa)

Trotz guter Zuwächse im Kreditgeschäft schmilzt Niedersachsens 42 Sparkassen das Betriebsergebnis dahin. Vor Abzügen bewege es sich im laufenden Jahr auf 800 Millionen Euro zu, kündigte der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Thomas Mang, am Dienstagabend in Hannover an. Im Vorjahr hatten die Sparkassen trotz Niedrigzinsen ihr Betriebsergebnis vor Abzügen noch um 53,5 Millionen Euro auf 903,5 Millionen Euro gesteigert. "Das wird uns im Jahr 2018 nicht mehr gelingen", sagte Mang vor Journalisten.

Anders als im Vorjahr könnten gestiegene Provisionserlöse die Kosten - auch durch zunehmende Regularien - nicht mehr auffangen. "Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, Reserven zu bilden", mahnte Mang. In diesem Jahr gelinge das wohl noch, da es so gut wie keine Risikokosten im Kreditgeschäft gebe. Parallel dazu müssen jedoch die Sparkassen in die Mitarbeiter-Weiterbildung, die Digitalisierung und IT-Systeme investieren. Statt einer Betonung des Kostenmanagements wie bisher sollen künftig auch neue Produkte die Situation entspannen helfen. Dazu gehört etwa das "Voice banking", bei dem sich mit der Stimme über einen Sprachroboter Kontostände abfragen lassen.

Mang erneuerte seine Kritik an der geplanten Fortentwicklung der Bankenunion. "Eine Vergemeinschaftung des Bankensystems läutet letztlich nur eine Vergemeinschaftung der Schulden ein", rügte Mang. Die Schaffung eines gemeinsamen Sicherungssystems für Sparguthaben soll verhindern, dass Anleger im Krisenfall in einem Land aus Angst um ihr Erspartes massenhaft Geld abheben. Deutsche Banken fürchten aber, für ausländische Geldinstitute in Schieflage haften zu müssen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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