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Kretschmer fordert Widerspruch gegen rechte Positionen

Chemnitz  

Kretschmer fordert Widerspruch gegen rechte Positionen

02.09.2018, 17:11 Uhr | dpa

Kretschmer fordert Widerspruch gegen rechte Positionen. Michael Kretschmer

Michael Kretschmer (CDU) spricht auf der Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz. Foto: Monika Skolimowska (Quelle: dpa)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erwartet von den Chemnitzer Bürgern deutlichen Widerspruch gegen fremdenfeindliche und rechtsradikale Positionen. "Die Mehrheit muss lauter werden", mahnte er bei einer Kundgebung der evangelischen Kirche vor dem Rathaus, zu der rund 1000 Menschen gekommen waren. Wenn Hass gesät und Aggressionen geschürt werden, die Gesellschaft in Unruhe sei, sei jeder in seinem privaten Umfeld herausgefordert. Es gelte, sich vor die zu stellen, "die anders aussehen, einen anderen Glauben haben, anderswo geboren sind, anderes lieben, eine besondere Gabe haben, die manche Behinderung nennen". Sachsen sei genau so lebens- und liebenswert, wie seine Bewohner es machten.

Freiheit und Zusammenhalt sind laut Kretschmer aber nicht erst gefährdet bei Gewalt gegen Menschen und Sachen. "Es beginnt bereits mit dem Wort", mahnte er. Beim Bürgergespräch in Chemnitz sei deutlich geworden, wie viele Gerüchte, Falschinformationen und Verschwörungstheorien kursierten, die jeglicher Grundlage entbehrten. "Auch hier es an uns, zu widersprechen." Und ebenso müsse dem Begriff "Lügenpresse" entgegengetreten werden. "Auch das ist ein Angriff auf unser Wahrheitssystem, das dürfen wir nicht dulden."

Kretschmer versprach, die tödliche Messerattacke auf einen 35-Jährigen beim Stadtfest sowie alle Straftaten bei den Demonstrationen in den Tagen danach aufzuklären. "Menschen, die den Hitlergruß zeigten und Journalisten angriffen, werden mit aller Härte des Gesetzes verfolgt." Die Familie des Getöteten habe einen Kondolenzbesuch von ihm und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) abgelehnt, sie wollten anonym bleiben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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