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Streit um Abriss historischer Kuranlagen

Bad Neuenahr-Ahrweiler  

Streit um Abriss historischer Kuranlagen

03.09.2018, 05:34 Uhr | dpa

Streit um Abriss historischer Kuranlagen. Streit um Abriss historischer Kuranlagen

Das Foto zeigt die Große Konzerthalle im Kurpark in Bad Neuenahr. Foto: Thomas Frey/aktuell (Quelle: dpa)

Der geplante Abriss bundesweit seltener Kuranlagen in Bad Neuenahr-Ahrweiler sorgt für Streit. Denkmalschützer und eine Bürgerinitiative kämpfen vor allem für die Erhaltung der um 1934 erbauten Großen Konzerthalle. Die Stadt verweist auf ein Gutachten, das das Gebäude für stark baufällig erklärt, und hat es daher gesperrt. Sie plant nach eigenen Angaben einen Neubau bis zur rheinland-pfälzischen Landesgartenschau 2022 in dem Heilbad mit rund 28 500 Einwohnern.

Zahlreiche Denkmalschutzorganisationen warnten kürzlich in einem Appell vor einem "Abriss der kulturhistorisch europaweit bedeutenden Anlagen" des Architekten Hermann Weiser. Die Experten erinnerten an die 2019 geplante 100-Jahr-Feier zur Gründung des Bauhauses in Weimar. Jener Schritt habe einst den "Beginn der Architektur der Klassischen Moderne mit ihrer weltweiten Ausstrahlung" markiert. Die Denkmalschützer äußerten Verständnis für den maroden Zustand der Konzerthalle, appellierten aber an die Stadt, sich "an vorhandenen erfolgreichen Sanierungsbeispielen zu orientieren".

Ein Stadtsprecher sagte: "Die Konzerthalle ist in den dreißiger und fünfziger Jahren häufig umgebaut worden." Also gebe es kein Originalbauwerk mehr. Laut Stadtverwaltung messen daher auch die Denkmalbehörden der Großen Konzerthalle keinen Denkmalwert bei und geben für einen Abriss grünes Licht. Eine Ausnahme sei die drehbare Konzertmuschel des Stahlbetongebäudes. Sie sei ein Einzeldenkmal, das als "Herzstück" in die neue Konzerthalle integriert werden solle.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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