Sie sind hier: Home > Regional >

Forderung: Asyl-Erstaufnahmestelle Horst schließen

Schwerin  

Forderung: Asyl-Erstaufnahmestelle Horst schließen

07.09.2018, 12:19 Uhr | dpa

Forderung: Asyl-Erstaufnahmestelle Horst schließen. Asyl-Erstaufnahmestelle Nostorf-Horst

Eine Asylbewerberin läuft durch die Zentrale Aufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Bekanntwerden teils erheblicher Leerstände in Asylbewerberheimen in Mecklenburg-Vorpommern werden die Rufe nach der Schließung von Einrichtungen lauter. Die Linke und die Initiative "Pro Bleiberecht" forderten am Freitag Innenminister Lorenz Caffier (CDU) auf, die weitab in einem Wald gelegene Erstaufnahmestelle Nostorf/Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) aufzugeben. Menschen entfernt von der Zivilisation unterzubringen, ohne Schulunterricht für die Kinder und Einkaufsmöglichkeiten nur weit weg, sei unmenschlich, sagte die migrationspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Karen Larisch.

Anlass für die Forderung ist, dass die Stadt Hamburg aufgrund der stabilisierten Asylbewerberzahlen ihre 130 Plätze in Nostorf/Horst zum 30. September 2019 gekündigt hat. Angesichts der vielen freien Plätze in Flüchtlingsheimen im Nordosten bestehe auch für Mecklenburg-Vorpommern keine Notwendigkeit für die weitere Unterbringung von Menschen isoliert im Wald, so Larisch. Nach Angaben des Innenministeriums waren mit Stand Juni 2018 rund 44 Prozent der 6508 Plätze in den Asylheimen der Kommunen frei.

"Pro Bleiberecht" verwies darauf, dass das Land über eine zweite Erstaufnahmeeinrichtung in Stern Buchholz bei Schwerin verfügt. Diese sei aufgrund ihrer baulichen Neuerungen, ihrer Nähe zur Landeshauptstadt und ihrer Eingebundenheit in ehrenamtliche Netzwerke für die Erstunterbringung vorzuziehen. Stern Buchholz war im Zuge der Flüchtlingswelle von 2015/16 zusätzlich eingerichtet worden. Die AfD hatte am Donnerstag angesichts des Leerstands und mit Blick auf die Kosten gefordert, die Heim-Kapazitäten zu reduzieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal