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Forscher mahnen stärkeren Meeres- und Klimaschutz an

Kiel  

Forscher mahnen stärkeren Meeres- und Klimaschutz an

07.09.2018, 15:21 Uhr | dpa

Forscher mahnen stärkeren Meeres- und Klimaschutz an. Logo des Geomar-Helmholtz-Zentrum an einer Scheibe

Das Logo des Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel an einer Scheibe. Foto: Angelika Warmuth/Archiv (Quelle: dpa)

Mehr als 300 Meeresforscher aus 33 Ländern haben in einer Kieler Erklärung deutlich mehr Meeres- und Klimaschutz angemahnt. "Der Ozean steckt in einer globalen Krise", sagte der Meeresforscher Andreas Oschlies vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Geomar) am Freitag. In den vergangenen Tagen hatten Wissenschaftler in Schleswig-Holstein über die Abnahme des Sauerstoffs im Ozean und die Ursachen und Konsequenzen der Entwicklung beraten.

Laut den Forschern haben die Ozeane in den vergangenen 50 Jahren global zwei Prozent Sauerstoff verloren. Die Wassermenge im offenen Ozean, in der jeglicher Sauerstoff fehlt, sei um mehr als das Vierfache gewachsen. Die Wissenschaftler sehen die zunehmende Erwärmung und die Überdüngung der Ozeane als wesentliche Gründe für die Entwicklung. Langfristig gefährdeten diese Veränderungen nicht nur das Leben in weiten Teilen der Weltmeere, auch Rückwirkungen auf die Atmosphäre werden erwartet, wenn sich in sauerstofffreiem Wasser Treibhausgase wie Lachgas und Methan bilden.

"Die Natur verändert sich schneller, als wir bisher angenommen haben", sagte Oschlies. Der Vergleich zwischen Messdaten und Ergebnissen komplexer numerischer Modelle zeige, dass selbst die besten Modelle bisher beobachtete Veränderungen deutlich unterschätzen. Die Wissenschaftler forderten deshalb zu mehr Anstrengungen auf, das globale Bewusstsein für die Sauerstoffabnahme im Ozean zu schärfen, die Meeresverschmutzung und insbesondere den übermäßigen Nährstoffeintrag in den Ozean zu beenden und die globale Erwärmung durch Klimaschutz wirksam zu begrenzen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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