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NRW will Islam-Reformkräfte stärken

Köln  

NRW will Islam-Reformkräfte stärken

09.09.2018, 09:51 Uhr | dpa

NRW will Islam-Reformkräfte stärken. DITIB Zentralmoschee Köln

Die Zentralmoschee der DITIB leuchtet im Abendlicht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv (Quelle: dpa)

Die Landesregierung hat ihre Kooperation mit der Ditib als lange wichtigstem Islam-Ansprechpartner praktisch vollständig auf Eis gelegt. "Derzeit findet keine institutionelle Zusammenarbeit im Rahmen aktueller konkreter Projekte der Landesregierung mit der Ditib statt", sagte ein Sprecher des Integrationsministeriums auf Anfrage. Vor gut einem Jahr hatte NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) dem umstrittenen Moscheeverband Bedingungen für eine weitere Kooperation gestellt. Die Türkisch-Islamische Union Ditib dürfe in NRW "keine Erdogan-Politik vertreten", sonst scheide sie als Partner aus.

Die größte Islam-Dachorganisation war wegen ihrer Nähe zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und wegen einiger für Ankara spitzelnder Imame unter Beschuss geraten. "An meiner Haltung zu Ditib hat sich nichts verändert. Der Verband kann nur dann langfristiger Partner des Landes sein, wenn er sich von Ankara löst", sagte Stamp der Deutschen Presse-Agentur. In manchen Gemeinden vor Ort werde dennoch sehr gute Arbeit geleistet. "Wir wollen die Reformkräfte unterstützen." Dazu sollten weitere Gespräche geführt werden.

Laut Ministerium ruht auch weiterhin der Ditib-Sitz in dem Beirat, in dem Islamvertreter mit dem NRW-Schulministerium für den islamischen Religionsunterricht kooperieren. Auch bei Integration und Salafismus-Prävention ist der Austausch gestoppt. Zur Betreuung muslimischer Häftlinge in Gefängnissen seien noch vier Ditib-Imame - 2016 waren es fast 100 - zugelassen. Die anderen hätten "nicht an der erweiterten Sicherheitsüberprüfung teilnehmen" wollen.

Der Bund fördert keine Projekte in Ditib-Trägerschaft mehr, wie das Innenministerium mitgeteilt hatte. Der Ditib-Verband - er untersteht einer Religionsbehörde in Ankara - äußerte sich zunächst nicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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