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EuGH: Katholischer Arzt eventuell zu Unrecht entlassen

Düsseldorf  

EuGH: Katholischer Arzt eventuell zu Unrecht entlassen

11.09.2018, 11:35 Uhr | dpa

EuGH: Katholischer Arzt eventuell zu Unrecht entlassen. EU-Gerichtshof

Ein Mann geht über das Gelände vom Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH). Foto: Geert Vanden Wijngaert/Archiv (Quelle: dpa)

Die Kündigung eines Düsseldorfer Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen erneuter Heirat kann nach einem Urteil des EU-Gerichtshofs eine verbotene Diskriminierung darstellen. Die Luxemburger Richter betonten am Dienstag, dass das Verbot jeder Art von Diskriminierung wegen der Religion in der Europäischen Union zwingenden Charakter habe (Rechtssache C-68/17).

Der Chefarzt hatte nach einer Scheidung erneut standesamtlich geheiratet. Weil die erste Ehe nicht kirchlich annulliert wurde, ist die zweite nach Kirchenrecht ungültig. Die Klinik sah darin einen Verstoß gegen seine Loyalitätspflichten und kündigte ihm.

Der Rechtsstreit darüber läuft seit 2009. Es betrifft im Grundgesetz verbürgte Sonderrechte der Kirchen in Deutschland. Im konkreten Fall muss nun das Bundesarbeitsgericht in Erfurt auf der Grundlage des EuGH-Urteils entscheiden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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