Sie sind hier: Home > Regional >

Gestohlene Totenmaske wieder zurück in Peru

München  

Gestohlene Totenmaske wieder zurück in Peru

11.09.2018, 13:20 Uhr | dpa

Gestohlene Totenmaske wieder zurück in Peru. Präkolumbianische Sicán-Goldmaske

Präkolumbianische Sicán-Totenmaske. Foto: Martin Mejia (Quelle: dpa)

Mehr als 20 Jahre nach ihrem Fund in Bayern ist eine Totenmaske aus dem 8. Jahrhundert nach Peru zurückgekehrt. Staatspräsident Martin Vizcarra präsentierte die präkolumbische Goldmaske am Montag (Ortszeit) in Lima, wie die Nachrichtenagentur Andina meldete. Erst vor wenigen Tagen hatte Deutschland die Sicán-Maske nach einem jahrelangen Rechtsstreit an das lateinamerikanische Land zurückgegeben.

Nach Angaben der bayerischen Vertretung in Berlin war die Maske 1997 zusammen mit vielen anderen Kunstschätzen in der Münchner Wohnung eines Sammlers beschlagnahmt worden. Es folgte ein langwieriger und aufwendiger Zivilprozess zwischen dem Kunstsammler und dem Land Peru um die Eigentumsrechte, den das Landgericht München I schließlich zugunsten der Lateinamerikaner entschied.

Damit waren die rechtlichen Grundlagen für die Rückgabe des Kulturguts an die Republik Peru geschaffen, teilte die Landesvertretung mit. Am vergangenen Donnerstag übergab Bayern die Maske in der bayerischen Landesvertretung in Berlin.

Die Sicán-Kultur an der Nordküste Perus hatte ihre Blütezeit von etwa 700 bis 1375. Laut gerichtlich eingeholtem Sachverständigengutachten stammt die nunmehr übergebene Maske mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus der mittleren Periode dieser Kultur und wurde demnach vor rund 1000 Jahren mit den sterblichen Überresten von Angehörigen der Herrscherfamilien aus der Sicán-Epoche bestattet. Seit dem 16. Jahrhunderts kam es im Norden der heutigen Republik Peru immer wieder zu Grabplünderungen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal