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SPD wirft Landesregierung Fehler bei der Inklusion vor

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SPD wirft Landesregierung Fehler bei der Inklusion vor

13.09.2018, 07:14 Uhr | dpa

SPD wirft Landesregierung Fehler bei der Inklusion vor. Martin Habersaat

Martin Habersaat, SPD-Abgordneter spricht bei der Landtagssitzung. Foto: Carsten Rehder/Archiv (Quelle: dpa)

Der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat hat der Landesregierung falsches Vorgehen bei der Inklusion in Schleswig-Holstein vorgeworfen. "Aus unserer Sicht machen CDU, FDP und Grüne derzeit gravierende Fehler", sagte Habersaat der Deutschen Presse-Agentur. Der Landesregierung warf er "Larmoyanz und Rückwärtsgewandtheit" vor. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) versuche den Eindruck zu erwecken, gleichzeitig für und gegen Inklusion zu sein.

Habersaat warf der Regierung vor, "besondere Herausforderungen werden bei den Gemeinschaftsschulen abgeladen, anstatt Stück für Stück alle Schulen, also auch die Gymnasien, in die Verantwortung zu nehmen". In einem SPD-Antrag soll der Landtag Ende September ein Bekenntnis zum Inklusionsgedanken abgeben. Auslöser ist Priens Aussage "Inklusion ist kein Selbstzweck" von Anfang September. "Man stelle sich vor, sie hätte irgendein anderes Menschenrecht so abqualifiziert", sagte Habersaat.

Massive Defizite bei der Inklusion hatte Ende 2017 der Landesrechnungshof ausgemacht. Das hohe Tempo bei der Einführung von Inklusionsunterricht müsse gedrosselt werden. Statt die Inklusionsquote weiter zu erhöhen, sollten erst gravierende Mängel bei den Rahmenbedingungen behoben werden. Prien hatte damals von einer "nicht bis zum Ende durchdachten, aber schnell eingeführten Inklusion" gesprochen.

Inklusive Pädagogik bedeutet, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder an einer Regelschule gemeinsam lernen. Basis ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit einer Behinderung, die die Inklusion 2006 zum Menschenrecht erklärt hat und seit 2009 in Deutschland in Kraft ist. Schleswig-Holstein gilt als ein Vorreiter, 2010 fand der Begriff der inklusiven Beschulung Eingang in das Schulgesetz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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