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Hunderte protestieren gegen Jobabbau bei Enercon

Aurich  

Hunderte protestieren gegen Jobabbau bei Enercon

15.09.2018, 12:44 Uhr | dpa

Hunderte protestieren gegen Jobabbau bei Enercon. Demonstration bei Enercon

Eine Angestellte hält ein Plakat mit der Aufschrift "Wir sind Enercon" während einer Demonstration in der Hand. Foto: Holger Hollemann/Archiv (Quelle: dpa)

Gegen die geplanten Entlassungen beim Windkraftanlagen-Hersteller Enercon haben am Samstag im ostfriesischen Aurich Hunderte Menschen demonstriert. Wie die IG Metall im Bezirk Küste mitteilte, forderten sie das Unternehmen auf, sich auf Gespräche mit der niedersächsischen Landesregierung und mit der Gewerkschaft einzulassen. Laut Gewerkschaft gab es rund 500 Teilnehmer der Kundgebung, die Polizei ging von etwa 300 aus.

"Durch staatliche Unterstützung hat es das Unternehmen zu Reichtum gebracht. Jetzt muss es auch etwas für die Beschäftigten tun", sagte der Geschäftsführer der IG Metall Leer-Papenburg, Thomas Gelder. "Das Mindeste sind gut ausgestattete Sozialpläne und Transfergesellschaften, die den Beschäftigten eine Perspektive bieten."

Gelder zufolge befürchtet die Gewerkschaft, dass mehr Menschen ihren Job verlieren könnten als bisher geplant. "Es gibt Hinweise, dass Hunderte weitere Stellen gestrichen werden sollen. Um gegenzusteuern, müssen Unternehmen, Landesregierung und IG Metall gemeinsam handeln."

Enercon will Verträge mit Zulieferern reduzieren und bundesweit 835 Stellen streichen. Als Grund hatte das Unternehmen rückläufige Aufträge genannt. Man wolle sich stärker international ausrichten.

Einem runden Tisch mit Betriebsräten und Gewerkschaftern bei Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) war die Geschäftsführung im August ebenso ferngeblieben wie einem Krisentreffen mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). "Wir sind nicht Arbeitgeber, sondern Auftraggeber und sehen das Thema nicht bei uns", hatte ein Unternehmenssprecher gesagt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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