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VW: "mögliche Auswirkungen" von US-Sanktionen gegen Iran

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VW: "mögliche Auswirkungen" von US-Sanktionen gegen Iran

20.09.2018, 15:46 Uhr | dpa

VW: "mögliche Auswirkungen" von US-Sanktionen gegen Iran. Volkswagen

Das Logo der Marke Volkswagen hängt an einem Gebäude des Heizkraftwerks im VW-Werk. Hauke-Christian Dittrich/Archiv Foto: Hauke-Christian Dittrich (Quelle: dpa)

VW prüft angesichts der neuen US-Sanktionen gegen den Iran mögliche Folgen für sein Geschäft in dem Land. "Volkswagen hält sich an alle geltenden nationalen und internationalen Gesetze sowie Export-Regularien", teilte der Konzern am Donnerstag auf Anfrage mit. "Darum beobachtet Volkswagen die Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfelds im Iran und in der Region sehr genau. Dabei berücksichtigen wir auch mögliche Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Wiedereinsatz der US-Sanktionen."

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatte zuvor über den Twitter-Kanal der US-Vertretung in Berlin geschrieben: "Volkswagen hat uns mitgeteilt, die US-Sanktionen gegen den Iran zu befolgen." VW wollte sich nicht näher dazu äußern.

Die Wolfsburger waren im Juli 2017 nach mehr als 17 Jahren mit ihrer Kernmarke auf den iranischen Markt zurückgekehrt. Nach dem vorläufigen Ende der US-Strafmaßnahmen gegen Teheran hatte VW mit dem lokalen Partner Mammut Khodro den Verkauf von Autos gestartet.

Grenell hatte von der deutschen Wirtschaft bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Frühjahr verlangt, Investitionen im Iran zurückzufahren - was ihm Kritik von Verbänden eintrug. So forderte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, von der Bundesregierung, vereinbarte Geschäfte mit dem Iran abzusichern.

Auch im Fall von Siemens hatte Grenell via Twitter Schritte eines deutschen Unternehmens angekündigt. "Siemens hat mir mitgeteilt, dass sie sich aus dem Iran zurückziehen, um US-Sanktionen zu erfüllen", schrieb er Ende August. Das Münchner Unternehmen teilte selbst mit, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die "Geschäftsaktivitäten mit den sich verändernden multilateralen Rahmenbedingungen bezüglich Iran in Einklang zu bringen". Man werde dafür sorgen, dass alle Exportbeschränkungen sowie alle Vorschriften "einschließlich US-amerikanischer Sekundärsanktionen" strikt eingehalten würden.

US-Präsident Donald Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und Anfang August Sanktionen verhängt. Er wirft Teheran vor, Terrorismus zu finanzieren. Die Maßnahmen betreffen zunächst Finanzgeschäfte, vor allem den Dollar-Handel. Es besteht aber die Sorge, dass etwa auch europäische Banken, die Geschäfte mit dem Iran finanzieren, von "sekundären" US-Sanktionen getroffen werden könnten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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