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Feuer in Kirchen: Brandstifter zu Haftstrafe verurteilt

Ravensburg  

Feuer in Kirchen: Brandstifter zu Haftstrafe verurteilt

25.09.2018, 11:30 Uhr | dpa

Feuer in Kirchen: Brandstifter zu Haftstrafe verurteilt. Kirche Sankt Jodok in Ravensburg brennt

Die Feuerwehr bekämpft den Brand der Kirche Sankt Jodok in der Innenstadt von Ravensburg. Foto: Felix Kästle/Archiv (Quelle: dpa)

Weil er in zwei Kirchen Feuer gelegt und einen Millionenschaden angerichtet hat, ist ein 40 Jahre alter Mann aus dem Kreis Ravensburg zu sieben Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Ravensburg folgte damit am Dienstag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann am 10. März in der Ravensburger St. Jodok Kirche eine Sitzbank angezündet hat und verurteilte ihn in diesem Fall wegen schwerer Brandstiftung. Die Flammen richteten einen Schaden von etwa zwei Millionen Euro an.

Am selben Tag setzte der Mann in der Kirche St. Martin in Schlier - wenige Kilometer von Ravensburg entfernt - eine Stellwand in Brand. Das Feuer erlosch allerdings rasch von selbst. Das Gericht wertete diese Tat - ebenso wie die Verteidigung - lediglich als Sachbeschädigung. Die Verteidigung plädierte am Montag für eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten.

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte hatte beide Taten vor Gericht eingeräumt und beschrieben; zum Motiv gab es hingegen keine völlig eindeutigen Angaben. Dazu hatte der Vorsitzende Richter Franz Bernhard im Verlauf des Prozesses unter anderem aufgezeichnete Sprachnachrichten vorspielen lassen, wie die "Schwäbische Zeitung" berichtete. Daraus habe sich entnehmen lassen, dass der arbeitslose Mann sich in einer Frust-Situation befand, weil er von der Freundin verlassen worden war und zudem fürchten musste, seine Wohnung zu verlieren. An einen Bekannten schrieb er demnach eine Textbotschaft, in der er den Wunsch bekundete, wieder ins Gefängnis zu kommen, wo er bereits einige Jahre seines Lebens verbracht hatte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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