Sie sind hier: Home > Regional >

Kassels documenta-Obelisk droht wieder mal das Aus

Kassel  

Kassels documenta-Obelisk droht wieder mal das Aus

30.09.2018, 09:32 Uhr | dpa

Kassels documenta-Obelisk droht wieder mal das Aus. Der documenta-Obelisk in Kassel

Das Kunstwerk der documenta 14, ein etwa 16 Meter hoher Obelisk von US-Künstler Olu Oguibe. Foto: Swen Pförtner/Archiv (Quelle: dpa)

Über ein Jahr nach dem Ende der documenta in Kassel droht einem der bekanntesten Kunstwerke der Ausstellung endgültig das Aus. Die Verträge zwischen der Stadt und dem Künstler Olu Oguibe liefen am Sonntag (30. September) aus, sagte Stadtsprecher Michael Schwab. Trotz monatelanger Verhandlung gab es zuletzt keine Einigung. Strittig ist allein der künftige Standort des Kunstwerks. Eine Einigung in letzter Minute war aber noch möglich.

"Wir sind weiterhin mit dem Künstler im Gespräch", erklärte Schwab. In einem Brief an Oguibe habe Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) erklärt, dass die Stadt weiter Interesse habe, das Kunstwerk zu kaufen. Das Stadtparlament hatte das am vergangenen Montag bekräftigt. Allerdings soll der Obelisk umziehen - auf die Treppenstraße. Der amerikanisch-nigerianische Künstler wollte ihn dagegen auf dem Königsplatz in Kassels Zentrum lassen.

Falls keine Einigung erzielt wird, werde der Obelisk abgebaut. Das habe die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, sagte Schwab. Sollte es soweit kommen, wären monatelange Verhandlungen gescheitert. Immer wieder hatten sich Künstler und Stadt einen argumentativen Schlagabtausch geliefert, mehrfach schienen sowohl das Aus als auch ein Durchbruch nahe. Im August war Oguibe zu Gesprächen erneut selbst nach Kassel gereist. Er äußerte sich zuletzt nicht öffentlich zu den Verhandlungen.

In der nordhessischen Stadt hatte das Kunstwerk, für zahlreiche Debatten gesorgt. Mehrfach wechselten die von der Stadt vorgeschlagenen Standorte. Ums Geld wurde kaum gestritten. Obwohl bei einer Spendensammlung statt 600 000 nur 126 000 Euro für den Ankauf des Kunstwerks zusammen, hatte Oguibe den Preis akzeptiert. Die 16 Meter hohe Steinsäule trägt die Aufschrift "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt". Sie war Teil der documenta 14, der weltweit bedeutendsten Ausstellung für moderne Kunst.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal