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Kinderärzte in Niedersachsen: Grüne sehen Versorgungslücke

Hannover  

Kinderärzte in Niedersachsen: Grüne sehen Versorgungslücke

01.10.2018, 17:03 Uhr | dpa

Kinderärzte in Niedersachsen: Grüne sehen Versorgungslücke. Janssen-Kucz (Bündnis90/Die Grünen)

Meta Janssen-Kucz (Bündnis90/Die Grünen), Sprecherin u.a. für Gesundheit, Demographie, Pflege & Senioren. Foto: Holger Hollemann/Archiv (Quelle: dpa)

Niedersachsens Grüne sehen bei den Kinderärzten im Land eine Versorgungslücke und kritisieren zu lange Wege bis zum nächsten Notfalldienst. "Eltern werden von Kinderärzten reihenweise abgewiesen oder müssen in Niedersachsen mehr als 60 Minuten zum nächsten Bereitschaftsdienst fahren", kritisierte die Abgeordnete Meta Janssen-Kucz (Grüne) als Reaktion auf Antworten des Gesundheitsministerium zu einer Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion. Sie rügte, dass das Ministerium lediglich auf einen theoretischen Versorgungszustand der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) verweist, selbst aber offenbar kaum Erkenntnisse dazu habe.

In der der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort beruft sich das Ministerium auf Zahlen des niedersächsischen Statistikamtes, wonach die Geburtenzahlen im Land seit dem Jahr 2000 von 79 436 auf 75 215 im Jahr 2016 gesunken sind. Dagegen waren nach KVN-Angaben Ende Februar 508 Kinderärzte im Land tätig - im Jahr 2000 waren es nur 456. Die Landesregierung geht daher in ihrer Antwort von einer "ausreichenden Versorgung" aus, betont mit Hinweis auf die KVN aber auch, dass maximale Fahrzeiten von 60 Minuten entstehen könnten.

"Wir halten diese Angabe für unrealistisch, allein schon, weil nicht alle Niedersachsen ein Auto haben, um von A nach B zu kommen oder die Anbindung fehlt", erklärte Janssen-Kucz und betonte: "Es muss flächendeckend schneller möglich sein, einen Kinderarzt zu erreichen." In einem konkreten Beispiel heißt es in der Antwort der Landesregierung, dass von Goslar aus der nächste kinderärztliche Bereitschaftsdienst 35 Kilometer entfernt in Salzgitter-Lebenstedt liege.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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