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Günther begrüßt Zuwanderungsbeschluss der großen Koalition

Kiel  

Günther begrüßt Zuwanderungsbeschluss der großen Koalition

02.10.2018, 17:51 Uhr | dpa

Günther begrüßt Zuwanderungsbeschluss der großen Koalition. Daniel Günther

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) spricht während eines Interviews. Foto: Markus Scholz/Archiv (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat die Entscheidung der großen Koalition im Bund zur Zuwanderung von Fachkräften begrüßt. Dieser Schritt sei überfällig, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Die Koalitionsspitzen in Berlin hatten sich am frühen Morgen auf ein Eckpunktepapier geeinigt. Demnach sollen Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten zur Arbeitsplatzsuche für sechs Monate nach Deutschland einreisen dürfen. Voraussetzung sind eine qualifizierte Ausbildung und Deutschkenntnisse. Außerdem müssen die Ausländer während der Jobsuche ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten.

Günther sprach von einer pragmatischen Lösung im Umgang mit dem wachsenden Fachkräftemangel. Es gebe in Deutschland einen Riesenbedarf an Fachkräften, zum Beispiel in der Pflege. "Da müssen wir mehr für unsere Ausbildung tun, aber es ist erkennbar, dass wir an unsere Grenzen stoßen", sagte der Kieler Regierungschef. "Es ist daher richtig und wichtig, die Möglichkeiten, Menschen für solche Jobs nach Deutschland zu holen, deutlich zu lockern."

Günther begrüßte zugleich die Absicht der Koalition, für den Arbeitsmarkt die Potenziale von Menschen mit Fluchthintergrund zu nutzen, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus eine Beschäftigung ausüben dürfen. Dies könne aber nicht für alle Asylbewerber gelten. Wichtig sei es auch, den Aufenthalt von Asylbewerbern zu beenden, die keine Bleibeperspektive haben. "Wir haben definitiv ein Vollzugsdefizit bei Abschiebungen", sagte Günther.

Konkrete Kriterien für abgelehnte Asylbewerber, die mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben, fehlen in dem Eckpunktepapier. Das soll später im Aufenthaltsrecht geregelt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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