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Kritik an Ryanairs Abzug aus Bremen verdichtet sich

Bremen  

Kritik an Ryanairs Abzug aus Bremen verdichtet sich

04.10.2018, 17:10 Uhr | dpa

Kritik an Ryanairs Abzug aus Bremen verdichtet sich. Ryanair

Ein Flugzeug von Ryanair rollt am Flughafen über das Rollfeld. Foto: Niall Carson/PA Wire (Quelle: dpa)

Die Kritik am Beschluss des irischen Billigfliegers Ryanair, seinen Standort Bremen Anfang November zu schließen, verdichtet sich. "Ryanair muss umgehend seine skandalösen Drohungen gegenüber den streikenden Beschäftigten einstellen und als erste vertrauensbildende Maßnahme seine Entscheidung zur Schließung des Bremer Standortes revidieren" rügte am Donnerstag der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert. Die Bundesregierung könne Druck aufbauen. "Die Kopplung von Start- und Landerechten an die Einhaltung internationaler Arbeitsnormen und Tarifverträge ist eine von mehreren Möglichkeiten, den Beschäftigten praktische Solidarität zu demonstrieren", sagte Kühnert.

Der Vorsitzende der Partei Die Linke, Bernd Riexinger, sprach sich ebenfalls für die Rücknahme des Abzugs-Beschlusses aus. Er kritisierte Einschüchterungsversuche der Airline. Mit Elementen "einer brutalen Unternehmenskultur" verstoße das Unternehmen gegen Arbeiterrechte.

Die Gewerkschaft Verdi hatte der irischen Airline bereits vorgeworfen, die am Montag verkündete Verlegung sei "ein Vergeltungsschlag" für die jüngsten Streiks. Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten in Bremen rund 90 Mitarbeiter für Ryanair. Nach dem Abzug aus Bremen sollen ausländische Maschinen die meisten Strecken übernehmen.

Ryanair ist Europas größter Billigflieger und befindet sich derzeit in einem Tarifstreit: Das Flug-Personal will höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nach dem jeweiligen nationalen Recht erreichen. Am Donnerstag erklärte sich erneut zu einer Schlichtung bereit erklärt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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