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Havliza will Einblick der Ermittler in Bistums-Akten

Hannover  

Havliza will Einblick der Ermittler in Bistums-Akten

05.10.2018, 09:35 Uhr | dpa

Havliza will Einblick der Ermittler in Bistums-Akten. Barbara Havliza (CDU)

Barbara Havliza (CDU), Justizministerin von Niedersachsen. Foto: Holger Hollemann/Archiv (Quelle: dpa)

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza hat im Missbrauchs-Skandal in der katholischen Kirche gefordert, den Staatsanwaltschaften Einblick in Unterlagen der Bistümer zu gewähren. Sie erwarte von den Bistümern eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Justiz, sagte die CDU-Politikerin der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Freitag). "Dies ist ein wichtiger Schritt zur umfassenden Aufklärung der im Raume stehenden Vorwürfe, was selbstverständlich Aufgabe der Justiz und nicht der Kirche ist."

Havliza bat die Generalstaatsanwaltschaften in Niedersachsen um Auskunft darüber, wie viele der von den Bistümern Hildesheim und Osnabrück genannten Missbrauchsfälle Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind oder waren. Laut Justizministerium gehe aus der Missbrauchsstudie der Kirche hervor, dass nicht alle untersuchten Fälle den Staatsanwaltschaften in Niedersachsen bekannt seien, schrieb das Blatt.

In der bundesweiten Studie über sexuellen Missbrauch katholischer Kleriker an Kindern und Jugendlichen waren jahrzehntelange Verbrechen penibel dokumentiert worden. Zwischen 1946 und 2014 sollen mindestens 1670 katholische Geistliche 3677 meist männliche Minderjährige missbraucht haben. Der Leiter der Untersuchung, Harald Dreßing, hatte nach deren Veröffentlichung einen mangelnden Aufklärungswillen in weiten Teilen der Kirche beklagt. Laut Bistum Hildesheim seien die Archive bereits von einem unabhängigen Juristen ausgewertet worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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