Sie sind hier: Home > Regional >

Chilenischer Ex-Erzbischof unter Missbrauchsverdacht

Vallendar  

Chilenischer Ex-Erzbischof unter Missbrauchsverdacht

06.10.2018, 18:09 Uhr | dpa

Ein in Deutschland lebender ehemaliger chilenischer Erzbischof steht unter Missbrauchsverdacht. Ende 2017 habe eine sich im Ausland aufhaltende Person bei der katholischen Priestergemeinschaft Schönstatt-Patres einen Vorfall angezeigt, der sich im Jahr 2004 ereignet haben soll, sagte Juan Pablo Catoggio, Generaloberer der Schönstatt-Patres, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu dem Fall des Geistlichen. Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" wird dem Chilenen vorgeworfen, in Deutschland einen Schutzbefohlenen missbraucht zu haben.

Daraufhin habe man eine Untersuchung durch einen externen Beauftragten veranlasst sowie die Staatsanwaltschaft und die Diözese Trier informiert. Die Sache liege nun bei der Glaubenskongregation, einer Zentralbehörde der katholischen Kirche in Rom.

Bereits in der Zeit in Chile habe es in Verbindung mit dem damaligen Erzbischof Hinweise auf unangemessenes Verhalten im Umgang mit Jugendlichen gegeben. "Auch wenn es keine formelle Anzeige gab, hat unsere Gemeinschaft ihn zum Rücktritt von seinem pastoralen Amt bewogen", sagte Catoggio. Der Ex-Erzbischof sei von 1997 an mit Verwaltungsaufgaben betraut worden und habe 2002 Chile verlassen.

Auf Wunsch der Bischofsversammlung in Rom wurde der Mann im Zentralhaus der Schönstatt-Patres in Vallendar (Landkreis Mayen-Koblenz) aufgenommen. Sein Gesundheitszustand sei schlecht, er zeige Anzeichen von Demenz. Das Bistum Trier erklärte, über die Ermittlungen informiert worden zu sein. Zwar lebe der emeritierte Erzbischof auf dem Gebiet des Trierer Bistums. Der Fall liege aber nicht in dessen Zuständigkeit. "Gleichwohl begrüßen wir die Ermittlungen zur Klärung der Vorwürfe", sagte eine Sprecherin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal