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Angriff auf Gefängnis-Wachtmeisterin: vier Jahre Haft

Essen  

Angriff auf Gefängnis-Wachtmeisterin: vier Jahre Haft

08.10.2018, 17:45 Uhr | dpa

Angriff auf Gefängnis-Wachtmeisterin: vier Jahre Haft. Landgericht Essen

Landgericht Essen. Foto: Bernd Thissen/Archiv (Quelle: dpa)

Nach einem Angriff auf eine Wachtmeisterin im Essener Gefängnis ist ein Sexualstraftäter zu weiteren vier Jahren Haft verurteilt worden. Der 29-jährige Angeklagte hatte eine zwei Jahre jüngere Justizbedienstete im Februar 2017 mit einem selbstgebauten Messer bedroht und verletzt.

Laut dem am Montag am Landgericht Essen verkündeten Urteil hatte er sie wegen eines angeblichen technischen Defekts in einen Waschraum gelockt. Dort hielt er ihr die Waffe an den Hals und drohte: "Halt die Fresse, sonst schlitz‘ ich Dir die Kehle auf." Als sogenannter Hausarbeiter hatte sich der 29-Jährige häufig außerhalb seiner Zelle aufhalten dürfen.

Das Messer hatte der Angeklagte aus einer Zahnbürste gebaut, in die er vorne eine Rasierklinge aus einem Einmalrasierer eingeschmolzen hatte. Die Wachtmeisterin hatte sich nach einem verzweifelten Kampf befreien können.

Der Angeklagte war 2011 erstmals wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Nach einer erneuten Vergewaltigung während eines kurzen Hafturlaubs wurden 2016 weitere neun Jahre Haft verhängt. Außerdem wurde die anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Die nun verhängten vier Jahre Haft kommen auf die neun Jahre oben drauf.

Die 2. Strafkammer am Essener Landgericht geht bei der aktuellen Tat erneut von sexuellen Motiven aus. "Es ist unglaublich, was da passiert ist", sagte Richter Jörg Schmitt bei der Urteilsverkündung. "Da fehlen einem die Worte." Die überfallene Wachtmeisterin hatte nach eigenen Angaben keinerlei Kenntnis darüber, warum der Angeklagte überhaupt im Gefängnis war.

Der 29-Jährige selbst hatte im Prozess nur ein kurzes Entschuldigungsschreiben verlesen. Das Urteil lautet auf gefährliche Körperverletzung und versuchte Nötigung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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