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Vatikan: Prozess um liberalen Rektor an Hochschule läuft

Frankfurt am Main  

Vatikan: Prozess um liberalen Rektor an Hochschule läuft

10.10.2018, 10:15 Uhr | dpa

Vatikan: Prozess um liberalen Rektor an Hochschule läuft. Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig

Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig, Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/Main. Foto: Christian Ender/Archiv (Quelle: dpa)

Im Verfahren um den Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Ansgar Wucherpfennig, ist nach Angaben des Vatikans das letzte Wort noch nicht gesprochen. Im Fall des Jesuitenpaters laufe der Prüfungsprozess noch, teilte die Pressestelle des Vatikans der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor war bekannt geworden, dass Rom den Jesuitenpater wegen liberaler Äußerungen über Homosexualität und Frauen in der Kirche aus dem Amt drängen will.

In einem Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" hatte Wucherpfennig 2016 unter anderem gesagt, zum Thema Homosexualität gebe es "missverständlich formulierte Stellen in der Bibel". Der Vatikan fordert nach Angaben der Deutschen Provinz der Jesuiten einen Widerruf der Äußerungen. Ihm sei für den Rektorenposten die notwendige Unbedenklichkeitserklärung aus Rom verweigert worden, hieß es weiter.

Die jetzige Aussage des Vatikans bedeutet, dass Wucherpfennig bisher weder diese Unbedenklichkeitserklärung zugesprochen wurde, noch dass ein Veto gegen ihn eingelegt wurde.

Sollte der Vatikan ein negatives Urteil fällen, müsste Wucherpfennig seinen Posten als Rektor endgültig räumen. Der Pater hat seit 2008 den Lehrstuhl für Exegese des Neuen Testaments in Sankt Georgen inne, 2014 wurde er Rektor der Hochschule. Derzeit leitet Wucherpfennigs Stellvertreter die Hochschule kommissarisch.

Sankt Georgen ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule mit Priesterseminar, die vom Jesuitenorden getragen wird. Papst Franziskus war 1985 selbst Gast in Sankt Georgen. Er arbeitete dort an seiner Doktorarbeit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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