Sie sind hier: Home > Regional >

Bewährungsstrafen im Prozess um angebliche Scheinhinrichtung

Hamburg  

Bewährungsstrafen im Prozess um angebliche Scheinhinrichtung

10.10.2018, 15:51 Uhr | dpa

Bewährungsstrafen im Prozess um angebliche Scheinhinrichtung. Justitia

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess um eine angebliche Scheinhinrichtung in einem Wald bei Schwarzenbek (Herzogtum Lauenburg) hat das Landgericht Hamburg am Mittwoch den Besitzer eines Kiez-Clubs und einen Türsteher zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich die beiden Männer der räuberischen Erpressung, Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung schuldig gemacht hatten. Der Clubbesitzer erhielt eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren, sein Komplize eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Das entsprach der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Nach Überzeugung des Gerichts beschuldigten der Clubbesitzer (34) und sein Türsteher (39) im März 2016 einen Barkeeper, Geld gestohlen zu haben. Doch dieser habe den Diebstahl geleugnet, sagte ein Gerichtssprecher. Der Clubbesitzer habe den Barkeeper daraufhin zweimal ins Gesicht geschlagen, während der Türsteher ihn von hinten bedrängt habe. Der Barkeeper habe seine Taschen leeren müssen. Um ihn zu einem Geständnis zu bringen, sei den Männern dann laut Gericht "jedes Mittel recht gewesen". Der Clubbesitzer habe eine Schreckschusspistole hervorgeholt, durchgeladen und sie dem Opfer an den Hinterkopf gehalten.

"Dann drehten die Angeklagten die Eskalationsschraube weiter", sagte der Gerichtssprecher. "Sie kündigten dem Geschädigten an, mit ihm in den Wald zu fahren." Sie hätten ihm Angst machen wollen, ihn dort zu töten. "Nicht feststellbar ist, dass die Pistole mitgenommen wurde." In dem Waldstück in Schwarzenbek habe der Barkeeper in Todesangst den Diebstahl von 300 Euro eingeräumt. Auch wenn das gar nicht gestimmt habe, hatte das Opfer im Prozess betont. Nach Angaben des Gerichts ließen die Angeklagten den Barkeeper daraufhin im Wald zurück.

Sie hatten sich in dem Verfahren bei dem Barkeeper entschuldigt. Laut Gerichtssprecher erhält er im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs 5500 Euro von den Tätern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal