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Harburg schützt eine Biberfamilie mit ungewöhnlichem Schild

Winsen (Luhe)  

Harburg schützt eine Biberfamilie mit ungewöhnlichem Schild

12.10.2018, 13:39 Uhr | dpa

Harburg schützt eine Biberfamilie mit ungewöhnlichem Schild. Biber

Ein Biber sitzt im hohen Gras. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv (Quelle: dpa)

"Biberwechsel 19 bis 7 Uhr" - mit einem ungewöhnlichen Straßenschild warnt der Landkreis Harburg jetzt Autofahrer vor einem Biber-Weibchen und dessen Jungen. In der Straßenverkehrsordnung sind solche Schilder mit der Silhouette eines Bibers nicht vorgesehen, doch die Stadt Winsen an der Luhe habe die Aufstellung des Schildes genehmigt, teilte der Landkreis Harburg am Freitag mit. Autofahrer sollen in dem Streckenabschnitt besonders vorsichtig fahren.

Bibermutter Bertha, wie sie Mitarbeiter des Kreises Harburg liebevoll nennen, lebt in einem Bau mitten in einem Fischteich nahe der Kreisstraße. Auf die Biberfamilie aufmerksam geworden war man, weil die Abflüsse in den Bach, aus dem das Wasser des Teichs fließt, plötzlich verstopft waren. Durch den Stau wurde auch ein Radweg an der Kreisstraße überflutet. Dass ein Biber für den Wasserstau verantwortlich ist, bewies dann ein Video, das eine vom Naturschutzbund aufgestellte Wildkamera aufnahm: Die Bilder zeigten Bibermama Bertha mit ihrem Nachwuchs. Mittlerweile wurde ein alternativer Ablauf geöffnet.

Der Biber ist das größte Nagetier in Europa und steht in Deutschland unter Schutz - darf weder gefangen noch getötet werden. Es ist auch verboten, seinen Lebensraum zu zerstören. Biber fördern die Artenvielfalt, indem sie mit ihren Dämmen Feuchtbiotope schaffen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Biber in fast ganz Deutschland verschwunden. Derzeit haben die Untere Naturschutzbehörde und der Naturschutzbund gut zehn Reviere an der Elbe, am Rethmoorsee und an der Seeve ausgemacht. Die Naturschützer gehen von mindestens 30 Tieren im Landkreis Harburg aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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