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Landesforstanstalt zieht Samen für klimagerechten Wald

Crivitz  

Landesforstanstalt zieht Samen für klimagerechten Wald

15.10.2018, 15:44 Uhr | dpa

Landesforstanstalt zieht Samen für klimagerechten Wald. Zum Trocknen ausgelegte Zapfen

Manuela Springer, Leiterin der Forstbaumschule Gädebehn, kontrolliert Kiefernzapfen aus der Samenplantage. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Wildapfel, Elsbeere, Schwarzpappel: Experten der Landesforstanstalt ziehen im Forstamt Gädebehn bei Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) Samen für den Wald der Zukunft. "Für den klima- und standortgerechten Wald der Zukunft benötigen wir hochwertiges und anpassungsfähiges forstliches Vermehrungsgut. Die Anlagen in Gädebehn bilden dafür die Grundlage", sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Montag bei einem Besuch laut Pressemitteilung.

Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern verfügt den Angaben zufolge über acht "Genarchive" auf einer Gesamtfläche von rund elf Hektar. Das sind Waldstücke, in denen gezielt bestimmte Baumarten gepflanzt werden, um sie zu erhalten. In Gädebehn sind das Wildapfel, Elsbeere, Schwarzpappel, Haselnuss, Bergahorn, Douglasie, Waldkiefer und Weymouthkiefer, wie es hieß. Zwei weitere "Klonarchive" der Baumarten Holzbirne und Gemeine Esche befänden sich im Aufbau. "Die Genarchive dienen der Erhaltung der Genressourcen und der Züchtungsforschung", erklärte Backhaus.

Acht Samenplantagen dienen der Erzeugung von Saatgut. Auf 17 Hektar seien seit den 1960er Jahren fast ausschließlich Samen von Nadelbäumen gezogen worden. Um die Wälder vielfältiger und damit widerstandsfähiger gegen Klimaveränderungen zu machen, werden auch die Samenplantagen umgebaut. Bis 2022 sollen sie für die Baumarten Gemeine Esche, Stieleiche und Traubeneiche um zehn Hektar erweitert werden, sagte der Minister. Außerdem würden Eschen mit einer hohen Resistenz gegenüber dem Verursacher des Eschentriebsterbens gezüchtet, der den Eschenbeständen im Land große Probleme bereite.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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