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Gericht verhandelt Klage von Vize-Gedenkstätten-Direktor

Berlin  

Gericht verhandelt Klage von Vize-Gedenkstätten-Direktor

16.10.2018, 13:15 Uhr | dpa

Gericht verhandelt Klage von Vize-Gedenkstätten-Direktor. Ein Schild mit einer Aufschrift

Das Schild mit der Aufschrift "Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen". Foto: Paul Zinken/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Rauswurf des Vize-Direktors der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte wegen sexueller Belästigung verhandelt das Arbeitsgericht am 29. Oktober dessen Klage gegen seine Kündigung. Zunächst sei eine Güteverhandlung geplant, teilte das Gericht am Dienstag mit. Der 59-Jährige äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen.

Auch der geschasste Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, geht gegen seine Kündigung vor. Ein Verhandlungstermin für seine Klage gegen die Gedenkstätten-Stiftung steht noch nicht fest. Knabe war vorgeworfen worden, nicht entschieden genug gegen die sexuelle Belästigung von Frauen durch den Vize-Direktor vorgegangen zu sein. Der Historiker hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Mehrere Volontärinnen, Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen hatten der "Führungsetage" der Gedenkstätte sexistisches Verhalten vorgeworfen. Sie hatten an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) geschrieben. Lederer ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates. Das Gremium beschloss die Kündigungen.

Grütters will im Einvernehmen mit Lederer (Linke) eine unabhängige Findungskommission zur Neubesetzung der Führungsspitze einsetzen. Der Bund und das Land Berlin finanzieren die Gedenkstätten-Stiftung. Derzeit berät die einstige DDR- Bürgerrechtlerin und frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, die Gedenkstätte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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