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Messerangriff auf christlichen Algerier: Mann vor Gericht

Hamburg  

Messerangriff auf christlichen Algerier: Mann vor Gericht

16.10.2018, 14:09 Uhr | dpa

Messerangriff auf christlichen Algerier: Mann vor Gericht. Justitia

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv (Quelle: dpa)

Vor dem Amtsgericht Hamburg hat am Dienstag ein Prozess um einen angeblich religiös motivierten Messerangriff auf einen christlichen Algerier begonnen. Angeklagt ist ein 30 Jahre alter Landsmann. Der Asylbewerber soll am 13. Mai den Christen in einem Bus im Stadtteil Poppenbüttel getroffen, ihn beschimpft und gleich nach dem Aussteigen an einer Haltestelle attackiert habe. Das 39-jährige Opfer erlitt mehrere Schnittwunden im Gesicht. "Hätten wir die beiden nicht getrennt, wäre einer tot gewesen", sagte ein Zeuge. Der Angeklagte hätte den 39-Jährigen getötet, bestätigte der Zeuge auf Nachfrage der Richterin.

Der mutmaßliche Täter und das Opfer kannten sich von einer früheren Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Langenhorn, wo sie kurze Zeit gemeinsam wohnten. Der 30-Jährige soll den älteren Landsmann am 27. April 2017 mit einer abgebrochenen Flasche bedroht haben. Der 39-Jährige sagte als Zeuge, der Angeklagte habe zuvor beim Duschen seine Halskette mit einem Kreuz bemerkt. "Du bist ungläubig!", habe der Angeklagte gesagt und gedroht, ihn umzubringen.

Er sei daraufhin nach Schweden gegangen, berichtete der bedrohte Algerier, der von Beruf IT-Berater ist. Nach einem halben Jahr habe er nach Deutschland zurückgehen müssen. Am 13. Mai 2018 sei er dem Angeklagten zufällig im Bus in Poppenbüttel wiederbegegnet. Die Anklage lautet auf Bedrohung und gefährliche Körperverletzung. Das Urteil will das Gericht am 24. Oktober verkünden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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