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Betreuung von Krippenkindern: Thüringen belegt dritten Platz

Erfurt  

Betreuung von Krippenkindern: Thüringen belegt dritten Platz

17.10.2018, 12:00 Uhr | dpa

Betreuung von Krippenkindern: Thüringen belegt dritten Platz. Kita-Kinder entdecken die Natur

Kinder streifen mit ihrer Erzieherin durch den Wald. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv (Quelle: dpa)

Mehr als die Hälfte der Thüringer Kinder unter drei Jahren werden in einer Kita betreut. Mit einer Betreuungsquote von 54 Prozent liegt das Land bundesweit auf dem dritten Platz, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht.

Am höchsten ist die Betreuungsquote mit 57,1 Prozent in Sachsen-Anhalt. Mit jeweils 56,4 Prozent liegen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an zweiter Stelle. Die Statistik bezieht sich auf eine Erhebung zum Stichtag 1. März 2018.

Die Zahlen belegen einen deutlichen Ost-West-Unterschied bei der Betreuungsquote: Während in den westdeutschen Bundesländern im Durchschnitt 29,4 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Kitas betreut wurden, waren es in den ostdeutschen Ländern mit Berlin 51,5 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe.

Allerdings gibt es traditionell auch eine Kluft bei der Betreuungsqualität zwischen Ost und West: Nach Daten einer Studie der Bertelsmannstiftung kümmerte sich zum 1. März vergangenen Jahres im Schnitt eine Erzieherin in Thüringen um 5,4 Krippenkinder unter drei Jahren. Beim Spitzenreiter Baden-Württemberg musste im Durchschnitt eine Erzieherin nur drei Krippenkinder betreuen.

Mit einem Milliarden-Paket will die Bundesregierung die Betreuungsqualität in den Ländern verbessern. Bis 2022 sollen 5,5 Milliarden Euro an die Länder fließen. Für Thüringen wären das nach Berechnungen des Bildungsministeriums rund 134,5 Millionen Euro. Das Geld soll auch Geringverdiener entlasten. Der Gesetzentwurf ist bereits am Donnerstag in erster Lesung im Bundestag und wird am Freitag im Bundesrat beraten.

Die Thüringer Landesregierung hat sich einem Antrag Sachsens angeschlossen, der fordert, dass bei der Verteilung der Millionen vom Bund die Betreuungsquote stärker berücksichtigt werden soll. Der bisherige Entwurf sieht vor, dass das Geld nach dem jeweiligen Anteil der Unter-Sechsjährigen Kinder in den Ländern verteilt wird.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) und Vertreter der Koalition von Linke, SPD und Grünen hatten bereits während einer Debatte im Landtag signalisiert, einen Teil des Geldes für ein weiteres beitragsfreies Kita-Jahr nutzen zu wollen. Eine Entscheidung gibt es dazu aber noch nicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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