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Frau mit Kochmesser getötet: Totschlagsprozess beginnt

Darmstadt  

Frau mit Kochmesser getötet: Totschlagsprozess beginnt

17.10.2018, 16:50 Uhr | dpa

Frau mit Kochmesser getötet: Totschlagsprozess beginnt. Landgericht Darmstadt

Ein Schild weist auf den Eingang des Landgerichs Darmstadt hin. Foto: Christoph Schmidt/Archiv (Quelle: dpa)

Mit einem 20 Zentimeter langen Kochmesser soll ein Mann seine 62 Jahre alte Ehefrau in Rödermark (Kreis Offenbach) getötet haben. Rund sieben Monate später begann der Prozess. Der 62-Jährige steht vor dem Landgericht Darmstadt wegen Totschlags bei eingeschränkter Einsichts- und Steuerungsfähigkeit.

Seine Frau hatte den Angriff in der Wohnung dank einer Operation zunächst überlebt, war aber vier Tage nach der Tat an den Folgen ihrer schweren Verletzungen gestorben. "Für mich ist das ein Drama hoch drei", sagte der Angeklagte am Mittwoch unter Tränen. "Aber das war nie beabsichtigt."

Der Angeklagte hatte nach eigenen Worten zum Tatzeitpunkt eine Depression, wegen der er sich immer wieder mit seiner Frau gestritten habe. Er habe die Wohnung nicht mehr verlassen und Ende 2017 Suizidgedanken gehabt.

Bei dem Angriff am 22. März habe der Angeklagte mit dem Messer nur drohen wollen, berichtete der psychiatrische Gutachter aus seinen Gesprächen mit dem 62-Jährigen. Das Messer habe zufällig auf dem Wohnzimmertisch gelegen und der Mann bei einer Bewegung nach hinten aus Versehen zugestochen.

Die Chirurgin, die das Opfer im Frankfurter Nordwest-Klinikum notoperiert hatte, sagte dagegen, bei dem 10 bis 16 Zentimeter tiefen Stich sei eine Rippe gebrochen worden. Dafür habe der Täter "mit recht viel Kraft" zustechen müssen. Der Vorsitzende Richter befand: "Diese Art von Messer liegt doch bei keinem auf dem Wohnzimmertisch herum."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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