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Niedersachsen stößt nationales Konzept zur Wolfskontrolle an

Hannover  

Niedersachsen stößt nationales Konzept zur Wolfskontrolle an

19.10.2018, 06:26 Uhr | dpa

Niedersachsen stößt nationales Konzept zur Wolfskontrolle an. Wolf

Ein Wolf (Canis lupus) ist in seinem Gehege in einem Wildpark zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Niedersachsen will die Diskussion um den Wolf mit einem von Brandenburg und Sachsen unterstützten Entschließungsantrag im Bundesrat versachlichen und das Töten problematischer Tiere erleichtern. Er wolle deutschlandweit klare Regeln im Umgang mit den Tieren schaffen, erklärte Umweltminister Olaf Lies (SPD). "Der Wolf hat einen sehr hohen Schutzstatus, er ist in Deutschland angekommen und wird auch bleiben", sagte Lies der dpa. "Andererseits dürfen wir die Menschen und gerade die in den ländlichen Regionen, die vor großen Herausforderungen stehen, nicht allein lassen." Ziel sei ein nationales Konzept.

Der Bund soll etwa prüfen, wie weit sich Wölfe menschlichen Einrichtungen nähern dürfen. Auch die Möglichkeit, wolfsfreie Bereiche zu definieren, steht auf der Agenda. Vorbeugemaßnahmen der Tierhalter sollen nach Möglichkeit vollständig gefördert und die Weidetierhaltung per Prämie honoriert werden. "Wir müssen als Staat handlungsfähig bleiben und Lösungen anbieten", betonte Lies. "Bei einem Überhandnehmen von Übergriffen auf geschützte Weidetiere muss es möglich sein, die Tötung eines Wolfs rechtssicher durchzuführen."

Eine angepasste und nachhaltige Entnahme sei notwendig, um die Akzeptanz des Wolfes zu erhalten, meinte Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft und Mitglied im Präsidium des Deutschen Jagdverbands (DJV). Nach Auffassung des DJV solle der Wolf ins Bundesjagdgesetz überführt werden. Es gehe dabei nicht um eine reguläre Bejagung, betonte er. Anders als das Bundesnaturschutzgesetz sei das Jagdrecht aber sowohl Schutzrecht als auch Instrument zur Lösung von Konflikten und zum Ausgleich von Interessen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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