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Ministerpräsident spricht mit Papst über Flüchtlingskrise

Vatican City  

Ministerpräsident spricht mit Papst über Flüchtlingskrise

19.10.2018, 19:33 Uhr | dpa

Bei einer Privataudienz bei Papst Franziskus hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag mit dem Kirchenoberhaupt über die Flüchtlingskrise gesprochen. "Das Thema Migration verbindet sich inzwischen mit einer politischen Krise, die ganz Europa betrifft, insbesondere auch Italien", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur nach dem Treffen. "Mich hat beeindruckt, dass der Papst sehr bestimmt darauf hingewiesen hat, dass man gegenüber all den Spaltungstendenzen Zusammenhalt zeigen müsse." Es sei wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Probleme gemeinsam gelöst werden müssten.

Die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche waren Weil zufolge ebenfalls Thema bei dem rund 30 Minuten langen Treffen. "Ich habe darauf hingewiesen, dass meines Erachtens die katholischen Bistümer in Niedersachsen es völlig richtig machen, wenn sie für Aufklärung stehen und eine enge Zusammenarbeit mit den Justizbehörden suchen", berichtete Weil. "Ich hatte den Eindruck, dass das auch sehr in der Intention des Papstes liegt."

Weil wurde zum zweiten Mal von Papst Franziskus empfangen. 2014 hatte er die erste Privataudienz erhalten. "Der Papst ist ja bekanntlich über 80 Jahre alt, aber er hat eine beeindruckende geistige Spannkraft. Er hat eine sehr freundliche Ausstrahlung. Diese wachen und freundlichen Augen, die man von Bildern kennt, die gibt es auch im persönlichen Gespräch. Ich habe es als eine große Ehre empfunden, zum zweiten Mal eine Privataudienz beim Papst zu haben."

Mit dem Kardinalstaatssekretär sprach Weil nach eigenen Worten auch über das Thema Abtreibung. "Ich habe darauf hingewiesen, dass die harschen Worte in Deutschland Irritationen ausgelöst haben, weil sie der Situation vieler betroffener Frauen nicht gerecht werden." Papst Franziskus hatte Abtreibungen jüngst mit einem Auftragsmord verglichen. Die Äußerung sorgte vielerorts für Unverständnis und Empörung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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