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Bäckerei Lang muss schließen: 200 Menschen droht Kündigung

Freiberg am Neckar  

Bäckerei Lang muss schließen: 200 Menschen droht Kündigung

24.10.2018, 11:47 Uhr | dpa

Bäckerei Lang muss schließen: 200 Menschen droht Kündigung. Ein Bäcker hält ein Brot in den Händen

Ein Bäcker hält ein Brot in den Händen. Foto: Uwe Anspach/Archiv (Quelle: dpa)

Der Chef der Bäckereikette Lang sieht keine Zukunft für sein Unternehmen. "Ich gehe davon aus, dass wir alle Filialen und die Produktionsstätte schließen müssen", sagte Geschäftsführer Ilyas Kaya am Mittwoch. 200 Mitarbeitern droht damit die Kündigung. Die im Stuttgarter Großraum aktive Bäckereikette hatte am Dienstag Insolvenz eingereicht. Das Ludwigsburger Amtsgericht bestätigte den Eingang dreier Insolvenzanträge für die "Bäckerei Lang Produktionsgesellschaft GmbH", für die "Bäcker Lang GmbH" und für die "Café Lang GmbH". Der Insolvenzverwalter Wolfgang Bilgery teilt die Einschätzung Kayas: "Der Betrieb wird stillgelegt. Es ist keine wirkliche Substanz mehr vorhanden", sagte er "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag).

Die Produktionsgesellschaft und die Bäcker Lang GmbH beschäftigten zuletzt nach eigenen Angaben etwa 200 Mitarbeiter und betrieben zehn Filialen. Außerdem wurden mehrere von der Insolvenz nicht betroffene Pachtfilialen unter dem Namen "Lang", sowie Großkunden wie Kantinen, Gaststätten und Krankenhäuser beliefert. Mitarbeiter wurden bereits seit August 2018 zumindest in Teilen nicht mehr voll bezahlt, dies führte zuletzt auch zu Arbeitsniederlegungen. Die "Café Lang GmbH" beschäftigte den Angaben zufolge keine Mitarbeiter und war auch nicht operativ tätig.

Der Bäckermeister Max Lang hatte die Kette vor über 80 Jahren gegründet. 2010 übernahm das Unternehmen zwei Produktionsstätten und rund 90 Filialen der Großbäckerei Kamps. Fünf Jahre später meldete die Kette zum ersten Mal Insolvenz an. Nach einem erneuten Insolvenzverfahren 2017 übernahm der Münchner Unternehmer Ilyas Kaya das Unternehmen. Als Grund für das Ende gibt der Geschäftsführer die zu hohen Kosten für die Übernahme der Produktionsstätte in Freiberg am Neckar (Kreis Ludwigsburg) an. Außerdem habe es auf dem sich verändernden Markt eine starke Konkurrenz und einen "immensen Druck" auf die Marge gegeben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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