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Düsseldorfer Rheinbahn-Chef Clausecker abberufen

Düsseldorf  

Düsseldorfer Rheinbahn-Chef Clausecker abberufen

31.10.2018, 19:21 Uhr | dpa

Der wegen zahlreicher Betriebsprobleme in die Kritik geratene Vorstandschef der Düsseldorfer Rheinbahn, Michael Clausecker, ist abberufen worden. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) teilte als Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn AG am Mittwochabend mit, dass das Kontrollgremium seiner entsprechenden Beschlussempfehlung einstimmig gefolgt sei. Er begründete die sofortige Abberufung mit einem gesunkenen Rückhalt für den Manager im Aufsichtsrat des kommunalen Nahverkehrsunternehmens, der mit Vertretern der Stadt und der Arbeitnehmer besetzt ist. Es solle zügig, aber mit Sorgfalt ein Nachfolger gefunden werden, hieß es.

Der ehemalige Bombardier-Manager Clausecker war erst 2016 an die Spitze des kommunalen Verkehrsunternehmens berufen worden, das über die Stadtgrenzen hinaus Strecken bedient. Clauseckers Vertrag läuft eigentlich bis 2020. Die Rheinbahn ist das größte Unternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Sie befördert werktags 745 000 Fahrgäste.

Clausecker habe ihm bereits vor einigen Tagen mitgeteilt, dass sich der Kurs, für den er in der Rheinbahn steht, nur mit einer breiten Unterstützung durch den Aufsichtsrat realisieren lasse, erläuterte Geisel. In Gesprächen mit Mitgliedern des Kontrollgremiums habe er feststellen müssen, dass diese Unterstützung nicht gegeben sei. "Michael Clausecker und ich sind daher gemeinsam der Auffassung, dass es unter diesen Umständen im Interesse des Unternehmens Rheinbahn ist, ihn von seinen Aufgaben als Sprecher des Vorstandes zu entbinden", hieß es in einer Mitteilung der Stadt Düsseldorf.

Die Rheinbahn kämpft seit langem mit Verspätungen, Fahrermangel, veralteten Bahnen und stagnierenden Fahrgastzahlen. Kürzlich wurde bei einer Probefahrt ein folgenschwerer Planungsfehler festgestellt: Der Prototyp einer neuen Stadtbahn war zu breit für bestimmte Bahnsteige. Zuletzt war auch Geisel auf Distanz zu Clausecker gegangen. Der OB warf ihm im Interview der "Rheinischen Post" vor, sich zu stark auf Zusatzprojekte zu konzentrieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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