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Ultras werfen Hertha-Chefs Erpressung vor

Berlin  

Ultras werfen Hertha-Chefs Erpressung vor

05.11.2018, 11:48 Uhr | dpa

Ultras werfen Hertha-Chefs Erpressung vor. Michael Preetz

Michael Preetz, Geschäftsführer von Hertha BSC, steht im Stadion. Foto: Uwe Anspach/archiv (Quelle: dpa)

Ein neuer Dialog ist erst einmal gescheitert, die Eiszeit zwischen Geschäftsleitung und einem Teil der Fans belastet Hertha BSC noch auf unabsehbare Zeit. Nachdem die Ultras eine Einladung der Vereinsführung zu einem Gespräch über die Ausschreitungen von Dortmund für diesen Montag abgelehnt haben, ist ein neuer Dialog in weite Ferne gerückt. "Ja, natürlich brauchen wir die Fans als Unterstützung. Aber nein, wir wollen uns nicht alles gefallen lassen", hatte Manager Michael Preetz die komplizierte Situation nach dem 0:3 im jüngsten Bundesligaspiel gegen RB Leipzig beschrieben.

Die Ultras hatten sich eigentlich entschieden, "auf Grund der Konzeption" an einem geplanten Runden Tisch der verschiedensten Fan-Gruppierungen mit der Geschäftsleitung des Berliner Erstligisten teilzunehmen. "Die Geschäftsführung hat nun allerdings ein verpflichtendes Vorgespräch nur mit uns einberufen und uns mitgeteilt, dass wir bei Nicht-Teilnahme vom Runden Tisch ausgeschlossen werden", erklärten die Ultras über den Förderkreis Ostkurve und sprachen von "Erpressung". Anstatt die Chance zu ergreifen, verschiedene kritische Themen zu diskutieren, gehe die Geschäftsführung "wieder einmal nur auf Konfrontation".

Als Antwort auf die Maßnahme des Vereins, der nach den schweren Ausschreitungen Berliner Ultras in Dortmund alle Banner, Spruchbänder und Blockfahnen im Stadion verboten hatte, hatte fast der komplette Hertha-Anhang das Olympiastadion gegen Leipzig in eine "Friedhofstimmung" versetzt, wie Trainer Pal Dardai feststellte. Hertha teilte zum geplatzten Gespräch mit den Ultras mit: Die Fangruppe sehe "nicht die Notwendigkeit eines exklusiven Treffens mit der Geschäftsleitung".

Preetz fährt einen harten Kurs gegen den Teil der Fans, die durch Gewaltbereitschaft und das Zünden von Pyrotechnik auffällig geworden ist. "Es ist keine Frage, dass sich jeder eine tolle Atmosphäre wünscht", sagte der Manager. "Nach den Ereignissen von Dortmund, die uns alle schockiert haben, fühlten wir uns zu den Maßnahmen gezwungen", verteidigte er die jüngsten Verbote im Stadion. Jetzt gehe es darum, "die zu identifizieren, die das Übel sind", sagte Preetz im ZDF.

Sollten die Fronten auf längere Zeit weiter verhärtet bleiben, drohen auch Auswirkungen auf den Sport. "Die Stimmung im Olympiastadion ist nur komplett mit der Ostkurve. Und wenn die nicht da ist, fehlt uns die Unterstützung, das ist klar", sagte Stürmer Davie Selke.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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