Sie sind hier: Home > Regional >

Schub für neue Synagoge in Dessau

Dessau-Roßlau  

Schub für neue Synagoge in Dessau

06.11.2018, 07:40 Uhr | dpa

Schub für neue Synagoge in Dessau. Stern auf Synagoge

Stern auf Synagoge einer Jüdischen Gemeinde. Foto: Jan Woitas/Archiv (Quelle: dpa)

Der geplante Bau einer Synagoge in Dessau bekommt neuen Schwung. An diesem Donnerstag erhält die Jüdische Gemeinde der Stadt einen symbolischen Scheck über 300 000 Euro von der Lotto Toto Gesellschaft, wie der Vorsitzende Alexander Wassermann sagte. Außerdem übertrage die Stadt das entsprechende Grundstück an die Gemeinde.

Die künftige Einrichtung soll einmal den Namen "Weill Synagoge" tragen. "Denn der Vater des berühmten Komponisten Kurt Weill war einst Kantor unserer Gemeinde", erläuterte Wassermann. Die Geburtsstadt Dessau erinnert einmal im Jahr mit einem Festival an den Komponisten Kurt Weill (1900-1950). Die 1908 geweihte Dessauer Synagoge war ebenso wie andere jüdische Einrichtungen in der Pogromnacht am 9. November 1938 ausgeplündert und niedergebrannt worden.

Der Synagogenneubau ist als Anbau an das Gemeindehaus gedacht und soll einmal rund 80 Plätze haben. Die Räumlichkeiten im Gemeindehaus sind Wassermann zufolge zu klein geworden. Die Jüdische Gemeinde zu Dessau sei auf etwa 300 Mitglieder angewachsen. Hinzu kämen deren Familienmitglieder.

Das Gesamtprojekt belauft sich den Angaben zufolge auf etwa 1,5 Millionen Euro, wobei erst die Hälfte der Finanzierung über Zuschüsse und Spenden gesichert sei. Einen konkreten Termin für den Baubeginn gebe es daher noch nicht. Wassermann hofft hier auf Hilfe vom Land.

Ein weiteres Synagogen-Projekt gibt es in Sachsen-Anhalt für die Jüdische Gemeinde zu Magdeburg, wo sich ein Förderverein um den Neubau kümmert. Im Haushalt des Landes seien dafür 2,8 Millionen Euro eingestellt, den Posten müsse das Landesparlament im Dezember aber noch beschließen, sagte die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Waltraud Zachuber.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Max Privorozki, verwies darauf, dass es lange Jahre "überhaupt keine Bewegung" gegeben habe. "Und jetzt tut sich etwas - in Magdeburg und auch in Dessau." Das sei sehr erfreulich. Nach Angaben des Zentralrates der Juden in Deutschland gibt es auch Planungen für Synagogen etwa in Koblenz, Baden-Baden und Neuss.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: