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Junge Patientinnen missbraucht? Physiotherapeut vor Gericht

Berlin  

Junge Patientinnen missbraucht? Physiotherapeut vor Gericht

06.11.2018, 13:53 Uhr | dpa

Junge Patientinnen missbraucht? Physiotherapeut vor Gericht. Ein Schild

Das Schild mit der Aufschrift "Landgericht Berlin" ist am Eingang des Gerichts zu sehen. Foto: Fabian Sommer/Archiv (Quelle: dpa)

Weil er zwei Mädchen bei der Behandlung in seiner Praxis missbraucht haben soll, steht ein Berliner Physiotherapeut vor dem Landgericht. Der 64-Jährige erklärte zu Prozessbeginn am Dienstag, er habe die damals 13 und 14 Jahre alten Schwestern zwar im Intimbereich berührt. Das sei aber im Rahmen der Behandlung und ohne sexuelle Absichten geschehen. Die Anklage lautet auf sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses sowie auf Missbrauch von Kindern.

Die beiden Mädchen waren laut Ermittlungen in der Zeit von Januar 2015 bis Juli 2016 bei dem Physiotherapeuten mit Praxis im Stadtteil Lichterfelde mit Rücken- beziehungsweise Knieproblemen in Behandlung. Eine Schwester soll er in fünf Fällen sexuell berührt haben, die andere in sechs Fällen. Bei beiden habe er auch eine Intimrasur durchgeführt, so die Anklage. "Ihm war bewusst, dass die Geschädigten seine Handlungen als vermeintlichen Bestandteil der Therapie dulden würden", heißt es weiter.

Der Physiotherapeut sagte, er habe nicht bemerkt, dass er die Gefühle der Mädchen verletzt habe. Das sei ein Fehler gewesen. Wenn er eine Lymphdrainage durchgeführt habe, sei es zu Berührungen auch im Genitalbereich gekommen. "Es hatte aber nichts mit Erotik zu tun."

Der 64-Jährige ist einschlägig vorbestraft. Im Juni 2015 erhielt er wegen Missbrauchs während einer Behandlung in zwei Fällen ein Jahr Haft auf Bewährung. Der Prozess wird am 8. November fortgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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