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Gericht schickt jugendliche Zuhälter ins Gefängnis

Frankfurt am Main  

Gericht schickt jugendliche Zuhälter ins Gefängnis

06.11.2018, 16:23 Uhr | dpa

Gericht schickt jugendliche Zuhälter ins Gefängnis. Justitia

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv (Quelle: dpa)

Sie zwangen eine Frau zur Prostitution, schlugen und bedrohten sie, verwüsteten Hotelzimmer und bestellten Waren ohne zu bezahlen. Nun müssen die beiden 18-Jährigen für mehr als drei Jahre ins Gefängnis - ihre einzige Chance, sich zu fangen, wie das Landgericht Frankfurt am Dienstag hoffte.

Die Angeklagten hatten als 17-Jährige eine 19-Jährige zur Prostitution gezwungen. Die junge Frau musste gegen ihren Willen mit bis zu 15 Freiern verkehren und ihre Einnahmen vollständig an die beiden Männer abgeben. Der Hauptvorwurf lautete daher schwere Zwangsprostitution. Dazu kamen einer Reihe weiterer Straftaten.

Die Frau sei auch bedroht und geschlagen worden. Die Rettung kam schließlich von ihrer Mutter. Mit ihrer Hilfe wurde die Polizei eingeschaltet, die bereits einschlägig vorbestraften Jugendlichen wurden festgenommen.

Unterdessen wurden die beiden auch mehrfach einzeln straffällig. Einer wurde - nach Aufenthalten in 26 verschiedenen Jugendheimen - vom Jugendamt in einem Hotel untergebracht, wo er aus Wut sein Zimmer in Brand setzte. Der andere verursachte in seinem Hotelzimmer eine Überschwemmung und bestellte in einem Kaufhaus Möbel im Wert von 1300 Euro, die er nicht bezahlte.

Das Gericht verhängte für den einen drei Jahren und zehn Monaten und für den anderen dreieinhalb Jahre Haft. Nach Auffassung der Jugendstrafkammer bietet derzeit nur der Aufenthalt im Gefängnis für die jungen Männer die Gelegenheit, in geordnete Bahnen zurückzufinden. Einer von ihnen habe bereits Interesse an einer Lehre als Koch gezeigt. Sie hatten die Vorwürfe pauschal eingeräumt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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