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Armutsgefährdung in der Altmark besonders hoch

Halle (Saale)  

Armutsgefährdung in der Altmark besonders hoch

07.11.2018, 11:00 Uhr | dpa

Armutsgefährdung in der Altmark besonders hoch. Armut

Ein Mann bettelt auf einer Straße. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv (Quelle: dpa)

Die Menschen in der Altmark sind im deutschlandweiten Vergleich besonders häufig von Armut bedroht. Die Region im Norden Sachsen-Anhalts steht mit einer Armutsgefährdungsquote von 24 Prozent bundesweit auf Platz zwei. Nur in der Region Emscher-Lippe in Nordrhein-Westfalen (24,6 Prozent) liegt die Quote höher. Das geht aus aktuellen Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor. Zwar führt die entsprechende Tabelle auch Bremerhaven mit einer Armutsgefährdungsquote von 28,4 Prozent an, aber hier gilt wie in Bremen und Niedersachsen insgesamt eine andere Regionen-Einteilung.

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) machte anlässlich einer geplanten Debatte im Bundestag über die "Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland" am Mittwoch darauf aufmerksam. Die Werte geben den Anteil der Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung an. Die Schwelle dieser Armutsgefährdung lag 2017 deutschlandweit bei 999 Euro für einen Einpersonenhaushalt, in Sachsen-Anhalt bei 871 Euro. Die Prozentangaben im deutschlandweiten Vergleich der Regionen beziehen sich auf den Bundesdurchschnitt.

In Sachsen-Anhalt wurden neben der Altmark drei weitere Regionen erfasst - auch dort ist die Armutsgefährdung vergleichsweise hoch. In der Region Halle beträgt die Quote 22,7, in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg 22 und in der Region Magdeburg 18,7 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist die Armutsgefährdungsquote nur in der Altmark gestiegen, in den anderen drei Regionen liegt sie niedriger als vor zehn Jahren.

Deutschlandweit hat München mit 8,5 Prozent die geringste Quote an von Armut gefährdeten Menschen. Es folgen die Region Bodensee-Oberschwaben mit 9,1 Prozent und Schleswig-Holstein Süd mit 9,3 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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